Wie man einen virtuellen Friedhof los wird

  • Laurent Prodon

Mit Tooyoo wirst du fĂŒr deine Liebsten zum Helden. WĂ€hle deinen Willensvollstrecker und teile diesem deine letzten WĂŒnsche mit. Das erleichtert dir die administrativen Aufgaben, die nach dem Tod erledigt werden mĂŒssen.

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Die Plattform, die sich mit dem Tabuthema Tod beschÀftigt, hat zum Ziel, dich und deine Liebsten in schwierigen Momenten so gut wie möglich zu begleiten.

Gezieltes Nutzererlebnis

Bereits in den ersten Workshops und insbesondere bei der Erarbeitung der Empathy Maps wurde uns klar, dass bei diesem Projekt eine vertrauensvolle Beziehung zu den Nutzer*innen besonders wichtig ist. Kaum ein anderes Thema ist so heikel wie der Tod – das gilt umso mehr, wenn es sich um vertrauliche Informationen handelt.
Die definierten Menschentypen haben uns geholfen, unsere ĂŒber 55-jĂ€hrigen Nutzer*innen besser zu verstehen. Gleichzeitig ist es uns gelungen, den Wunsch der Kund*innen, die Plattform nicht «bedrĂŒckend» wirken zu lassen, zu berĂŒcksichtigen. Die Nutzerfreundlichkeit dieses Projekts basiert also nicht auf schicken und fliessenden ÜbergĂ€ngen, sondern auf der Einfachheit der Plattform, wodurch die Nutzer*innen das nötige Vertrauen schöpfen.

Aus der Empathy Map entsteht die Customer Journey.
WĂ€hrend der User Journey lag das Hauptaugenmerk darauf, die Formulierungen so einfach wie möglich zu halten und die BedĂŒrfnisse der Nutzer*innen so schnell wie möglich zu erfĂŒllen. Das Ergebnis ist eine klare, ansprechende Plattform in neutralen, aber dynamischen Farben, die aus einem Tabu ein Thema macht, ĂŒber das es sich zu sprechen lohnt.

So funktioniert die Plattform

Tooyoo verbindet jeweils einen «Angehörigen» (d. h. die Person, die sich registriert) mit ihrer/seiner «Vertrauensperson». Nach Erstellung des Benutzer*innenkontos wird der Angehörige durch die wichtigsten Fragen gefĂŒhrt. Diese bilden die Basis fĂŒr die Informationen, die der Vertrauensperson danach zur VerfĂŒgung stehen.
Je nach Schwerpunkt kann der Angehörige themenspezifische Fragen hinzufĂŒgen. Trotz der grossen Menge an erforderlichen Informationen kann der Vorgang auf allen gĂ€ngigen GerĂ€ten durchgefĂŒhrt werden.

Der Angehörige sendet eine Einladung an seine Vertrauensperson. Diese erhĂ€lt daraufhin automatisch freien Zugang zur Plattform, auf der die verfĂŒgbaren Informationen in drei Vertraulichkeitsstufen abgelegt sind:

  • Vor dem Tod
  • Nach dem Tod
  • Nach Entgegennahme des Todesscheins

Nachdem die Vertrauensperson die Einladung angenommen hat, erhĂ€lt sie Zugang zu den Informationen ĂŒber den Angehörigen in Form einer Zeitachse. Auf diese Weise erhĂ€lt sie einen ersten Überblick ĂŒber die Plattform und wird ĂŒber die wichtigsten Schritte informiert, die nach dem Tod eines Angehörigen zu unternehmen sind. Nach Bekanntmachung des Todesfalls erhĂ€lt die Vertrauensperson Zugang zu weiteren Informationen. Sensible Informationen werden von der Plattform erst dann freigegeben, wenn der Todesschein entgegengenommen worden ist.
Die Nutzer*innen stehen im Mittelpunkt, ganz gleich, ob sie Anweisungen geben oder Anweisungen nach dem Tod einer Person erhalten. Ein heikles, emotionales Thema, welches das Leben nach dem Tod fĂŒr alle ein bisschen einfacher macht.


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