Liip Blog https://www.liip.ch/de/blog Kirby Tue, 08 Jan 2019 00:00:00 +0100 Neueste Artikel aus dem Liip Blog de Wenn das Gebäude zum Kraftwerk wird - ohne Kraftakt für die Nutzer. https://www.liip.ch/de/blog/wenn-das-gebaeude-zum-kraftwerk-wird-ohne-kraftakt-fuer-die-nutzer https://www.liip.ch/de/blog/wenn-das-gebaeude-zum-kraftwerk-wird-ohne-kraftakt-fuer-die-nutzer Tue, 08 Jan 2019 00:00:00 +0100 Spannende Chancen mit vielen neuen und komplexen Fragen

In der Schweiz hat das Jahr 2018 mit einer Revolution im Strommarkt begonnen. Dank der Energiestrategie 2050 des Bundes und der neuen Energieverordnung (EnV) können Gebäudeeigentümer seit Anfang Jahr erstmals den selber produzierten Solarstrom vom Dach in einer privaten Gemeinschaft, einer sogenannte Eigenverbrauchsgemeinschaften (EVG) oder "Zusammenschluss zum Eigenverbrauch" (ZEV) verkaufen. Für Investoren und Eigentümer von Solaranlagen präsentierte die neue Möglichkeit plötzlich interessante Chancen, mit Solarstrom Geld zu verdienen. Sie brachte aber auch sehr viele neue und komplexe Fragestellungen. Wie genau verrechnet man den eigenen Solarstrom? Wann gelten welche Stromtarife und was ist rechtlich überhaupt erlaubt? Wie gehe ich vor, um eine EVG aufzusetzen und zu betreiben?

Für genau diese Fragen wollten wir eine Antwort anbieten können. In einem gemeinsamen Projekt entwickelten Smart Energy Link und Liip einen neuen Service zum einfachen Verwalten, Steuern und Optimieren von Eigenverbrauchsgemeinschaften - mit einem Kundenportal basierend auf modernen Open Source Technologien als Herzstück.

Knacknüsse lösen mit Service Design, einem crossfunktionalen Team und einem agilen Vorgehen in mehreren Etappen.

Zu Beginn des Projekts standen wir vor einigen grossen Knacknüssen. Zum einen war es eine grosse Herausforderung, sämtliche juristischen, technischen, energetischen und baulichen Vorgaben unter einen Hut zu bringen und dies alles gleichzeitig für die Nutzer einfach zugänglich zu machen. Weiter bewegten wir uns in einem für alle Beteiligten völlig neuen Umfeld. Es gab zu Beginn des Projekts noch kaum Erfahrungen in diesem Gebiet. Entsprechend gab es auch keine Nutzer, die wir befragen konnten. Und nicht zuletzt öffnete die neue Möglichkeit in der Energieverordnung auch für viele Konkurrenten ein interessantes Geschäftsfeld. Ein rasches Time-to-Market war daher zentral, um Smart Energy Link (SEL) einen Pioniervorteil in diesem neuen Markt zu sichern.

Schlüssel zum Erfolg in diesem Projekt waren für uns ein nutzerzentriertes Vorgehen mit Service Design, um zu einer für Nutzer einfachen Lösung zu kommen. Und die agile Umsetzung in mehreren Etappen half uns für ein schnelles Time-to-Market. Weiter konnten wir dank einem crossfunktionalen Team bestehend aus Softwareentwicklern, Service- und User Experience Designern, Juristen und Energieexperten in enger Zusammenarbeit alles benötigte Wissen zusammentragen.

“Die Zusammenarbeit mit Experten aus verschiedensten Bereichen war essentiell für dieses Projekt. Die jetzige Lösung konnten wir nur im Team in dieser Qualität entwickeln - und es macht erst noch viel mehr Spass, zusammen an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.“ Stefan Heinemann, Softwareentwickler Liip.

Etappe 1: Schnelle Umsetzung einer ersten Version des Angebots, um mit realen Nutzern Erfahrungen sammeln zu können.

Da es im Markt noch keine Erfahrungen im Bereich EVG’s gab, betraten wir mit dem Projekt alle Neuland. Für uns war es essentiell, möglichst rasch mit realen EVG’s und Nutzern Erfahrungen sammeln zu können. Dazu fokussierten wir in der ersten Etappe des Projekts darauf, rasch eine erste funktionsfähige Version der technischen Lösung zu entwickeln um die ersten EVG’s in Betrieb zu nehmen.

Im Zentrum stand dabei die Entwicklung einer ersten Version unseres Kundenportals. Zusätzlich fokussierten wir auf die realtime-Verknüpfung mit der Hardware im Gebäude - den jeweiligen Zählern. Dies machte die riesige Datenmenge der zahlreichen Zähler überhaupt erst zugänglich. Sie stellen heute die absolute Basis für die Steuerung, Optimierung und Abrechnung der EVG’s dar. Dazu haben wir in gemeinsamen Workshops den Kern des Portals und das Datenmodell entworfen, sowie erste Designprototypen entwickelt. Diese setzten wir in 6 Entwicklungssprints nach Scrum um. Im Januar konnten wir pünktlich auf die Swissbau 2018 in Basel eine erste Version einer ganzheitlichen technischen Lösung präsentieren - und gleichzeitig die Inbetriebnahme der ersten EVG’s feiern.

Der schnelle Marktlaunch (GoLive der ersten Version nur vier Monate nach dem ersten Konzeptworkshop) war rückblickend eine wichtige Basis für die Entwicklung des gesamten Services. Einerseits erhielt unser neues Angebot mit bereits konkreten sichtbaren Resultaten früh Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden und Investoren. Andererseits erhielten wir damit konkrete Erfahrungen und Hinweise auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen unseres Angebots. Dies ermöglichte uns, unseren zukünftigen Service basierend auf realen Nutzerinformationen weiterzuentwickeln - obwohl wir uns in einem Gebiet bewegten, das bis zu Projektbeginn noch gar keine Nutzer hatte.

Etappe 2: Von der technischen Lösung hin zu einem ganzheitlichen bedürfnisorientierten Service - mit Service Design.

Der Launch der ersten Version war für uns auch der Startschuss zur Ausweitung unseres Angebots für Immobilienverwaltungen. Im Rahmen der Understand-Phase von Service Design haben wir die Bedürfnisse und Erfahrungen unserer EVG’s sowie ihrer Immobilienverwaltungen mit Nutzerinterviews evaluiert. Damit erhielten wir faktenbasiert Klarheit über die Bedürfnisse und Pain Points von Immobilienverwaltungen rund um EVG’s.

Wichtigste Erkenntnis war dabei, dass neben einer benutzerfreundlichen Software die nahtlose Integration unseres Angebots in die bestehenden Prozesse von Immobilienverwaltungen ein zentraler Erfolgsfaktor war - um mit EVG’s möglichst wenig Zusatzaufwand zu schaffen. Weiter erkannten wir das einfache Abrechnen von EVG’s als einer der grössten Pain Points der Verwaltungen von EVG’s. Diese Erkenntnisse waren die Grundlage, um in der zweiten Entwicklungsetappe klare Prioritäten zu setzen.

Im Fokus stand dabei, eine einfache und benutzerfreundliche Lösung zu entwickeln, dass Immobilienverwaltungen ohne Aufwand und spezifisches Fachwissen professionell EVG’s abrechnen können. In einem gemeinsamen Ideation-Workshop entwickelten wir Ideen, wie wir das Abrechnen von EVG’s für Immobilienverwaltungen möglichst einfach machen können.

Diese arbeiteten wir später in Service Blueprints im Detail aus und entwickelten einfache Prototypen: Storyboards für den gesamten Service von der Inbetriebnahme bis zur Abrechnung und konkrete Wireframes für die Benutzeroberflächen des neuen Abrechnungsbereichs im Kundenportal.

Auf dieser Grundlage führten wir weitere Nutzertests mit verschiedenen Immobilienverwaltungen durch. In qualitativen Interviews testeten wir einerseits den Service inhaltlich auf Korrektheit und Optimierungspotential. Andererseits iterierten wir mit der sogenannten RITE-Methode auf den Wireframes der neuen Abrechnung im Kundenportal.

Das erneute Nutzertesting hat uns Klarheit darüber gebracht, welche unserer Ideen wir implementieren aber auch, wie wir die Benutzerfreundlichkeit und Verständlichkeit verbessern können. Insbesondere auch die Iteration mit der RITE-Methode brachte sehr viele Erkenntnisse in kurzer Zeit.

“Die Nutzertestings zeigten uns klar, welche Features und Funktionalitäten für unsere Kunden am wichtigsten sind. Die Priorisierung von Features und Tasks ist viel einfacher, wenn basierend auf konkreter Kundenbedürfnisse entwickelt wird. Und wir konnten mit minimalem Aufwand bereits sehr viele Usability-Punkte optimieren.” Tobias Stahel, Geschäftsführer Smart Energy Link

Mit den Erkenntnissen aus dem Nutzertesting und den überarbeiteten Wireframes hatten wir nun die nötigen Grundlagen, um sehr gezielt die Umsetzung in der zweiten Etappe von Entwicklungssprints anzugehen. Diese resultierten nun nach 6 weiteren Sprints im Dezember 2018 in einem weiteren GoLive - unter anderem mit der neuen Möglichkeit in wenigen Klicks eine EVG abzurechnen.

Learnings

Mit diesem zweiten GoLive blicken SEL und Liip nicht nur auf eine intensive gemeinsame Reise, sondern auch auf ein äusserst spannendes und lehrreiches Projekt zurück. Zusammenfassend sehen wir diese zentralen Learnings im Projekt:

1. Nutzerinterviews geben Sicherheit: Die Interviews und die Nutzertests waren inhaltlich für unsere Lösung zentral und gaben während dem Kreativ- und Entwicklungsprozess mehr Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Sehr hilfreich war insbesondere die Erkenntnis, dass einige unserer ersten Ideen eigentlich gar kein Nutzerbedürfnis waren. Diese haben wir dann gar nicht entwickelt - und somit mit wenigen Tagen Aufwand für Nutzertesting sehr viel Entwicklungsaufwand gespart. Rückblickend hätten wir wohl sogar noch früher Interviews durchführen können - einige der heutigen Funktionen hätten wir wohl mit dem Wissen nach den letzten User Tests gar nicht mehr entwickelt, da sie zwar Nice to have sind, aber keinen fundamentalen Mehrwert bingen.

2. Einfachere Priorisierung durch klare Nutzerbedürfnisse: Die Priorisierung von Tasks und Features ist viel einfacher, wenn auf konkreten Kundenbedürfnissen entwickelt werden kann. In unserem Projekt zeigten die Interviews zudem klar, welche kritischen Erfolgsfaktoren zentral sind (Anbindung an die führenden REM-Systeme, einfach verständliche Nebenkostenabrechnung als wichtigste Funktion). Auf diese Funktionen haben wir dann unsere Anstrengungen konzentriert.

3. Experten aus verschiedensten Gebieten sind essentiell für gute Services: Eine typische Eigenschaft von Service Design Projekten ist die Vielschichtigkeit der Fragestellungen - welche selten von einer Rolle alleine beantwortet werden können. Um in einem so komplexen Umfeld gute Lösungen zu finden, sind crossfunktionale Teams essentiell für eine gute Lösung.

4. Agile Sprints helfen, um schnell das stille Kämmerlein verlassen zu können: Scrum Sprints sind in einem unbekannten Umfeld extrem hilfreich, um Erfahrungen sammeln zu können und ein schnelles Time-to-Market realisieren zu können.

5. Service Design hilft, Komplexes einfach zu machen: Und last but not least: Mit diesem Projekt haben wir einmal mehr festgestellt: Auch in einem technologisch, rechtlich und thematisch hochkomplexen Umfeld kann man nutzerzentrierte Lösungen entwickeln. Service Design als ganzheitliche und nutzerzentrierte Vorgehensweise ist die strukturierte Methode dazu - mit Scrum für eine flexible und schnelle Umsetzung.

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Jugend und Medien - the portal for youth and media literacy https://www.liip.ch/de/blog/jugend-und-medien-redesign https://www.liip.ch/de/blog/jugend-und-medien-redesign Thu, 03 Jan 2019 00:00:00 +0100 The goal

Jugend und Medien (Youth and Media) is the national platform of the Bundesamts für Sozialversicherungen (Federal Social Insurance Office) which supports media literacy. On behalf of the Federal Council, it aims to ensure that children and youngsters use digital media safely and responsibly.
I'm very happy to have contributed to such an important step, focused on redesigning and improving the whole User Experience Design:

  • identify the main user needs
  • simplify the information structure
  • reorganize the content
  • increase general consistency
  • give a fresher look towards a richer experience and “brand” awareness
  • improve the emotional connection

The old website

Previous website

The challenge

  • tight budget
  • collaboration with external development agency
  • many user groups and different needs
  • amount of content, crosslinks and different languages
  • create a digital experience coherent with the print identity

The redesign

The new website not only provides a more modern look but mostly an improved user experience

As mentioned, Jugend und Medien is a portal with specific information on how parents, teachers, staff of special needs institutions, youth workers and educators can promote media literacy in their day-to-day life. They can find tips to help the younger generation protect themselves from the risks of media usage and networks.

Homepage

Homepage new website

The homepage sections provide direct entries to the current trends and main user journeys. It combines the latest topics, the most popular (most viewed) pages, numerous offerings and related news.
The main navigation focuses on the major areas for parents and tutors, while for professional experts, there is a separate menu that leads to information on key topics and events, political initiatives, legal foundations, and cantonal strategies.
The clear information architecture and extended spectrum of content resources (texts, images, videos, pdfs, contacts, external links, facts and statistics) assists all the users finding answers for their needs.

The website is built in 7 different templates, from dynamic to static pages, from overview pages to detail pages, all follow a consistent page structure for a better usability.
The typography contrast, the yellow elements to highlight, and interactive components like accordions also improve navigation and readability. For longer pages, we developed a sticky sub-navigation which offers an easy page-content scan and a jump to a specific section.
Last but not least, the new look brought a much modern touch than before! Lighter, with more "white space", and more comfortable for reading.

Overview page

Themen new website

Detail page

Thema new website

See more on jugendundmedien.ch

The collaboration with the client

With an open mindset, we decided to start from scratch and avoid being influenced by the existing website. In a workshop with the BSV team and the support of Andreas Amsler (ex-Liiper), we listed all the user needs and grouped the data in different ways, striving for an improved concept – simpler and more intuitive –, appropriated for an information portal aimed to address parents and guardians.
Fabian Ryf, our Digital Analytics & Performance Consultant, validated the conceived information architecture from a SEO point of view. That way we ensured that content can be easily found and understood, also through search engines.

After the core structure was defined, we matched the existing content to it, splitting, merging, cleaning and even re-writing a lot of it. By refining the whole architecture we achieved a more usable and structured journey, now also with clearer content. It was just about time to adapt the interface too.

The whole concept was vivid in my head since the beggining. As we didn't have much time for sketches and wireframes, I quickly redesigned the new page templates and styleguide, attempting to involve developers as soon as possible (remember, they were external to Liip, which adds extra complexity). By the end, the client was happy, and so was I! The visuals were validated, the guidelines were defined and the project could move to implementation.

In the meantime, the client, the developers and I were exchanging on a very regular basis, reorganizing the content to fit the requirements, reshaping design to support the users, documenting updates for developers, all in fast iterations.

I must say that I really enjoyed collaborating with Collete Marti and Yvonne Haldimann. We accomplished a great result with meetings in a mix of English, French, German and Portuguese!
Visiting their Bern office allowed me to get to know the people, the environment and sense the corporate identity which I had to replicate digitally.

The collaboration with the developers

In 6 years working at Liip this was my first experience partnering with an external development agency.
I can say that I’m spoiled by my daily work in cross-functional teams where close collaboration is key for greater results. At Liip, from the very first pitch to the last line of code, User Experience Designers and Developers participate in workshops and co-create, building a product together until the end.
That said, to manage expectations when collaborating with an external partner isn't an easy task at all...

UX Designers alike might share the feeling that often what we conceptualize it isn't implemented accordingly. We design something, ship it to "the other side", and get back "half" of it. It's so frustrating that we – the so-called divas – end up doing "developer-centered design" instead of "user-centered design"...
Luckily it wasn't the case! Thanks to design-eyed-frontenders I had the chance to work with, and the use of Sketch + Invision we shared guidelines and comments, finding compromises and solutions together.

I would like to thank the development team for the amazing efforts: Raphael Wälterlin, Manuel Bloch, Patrick Gutter, Sebastian Thadewald, Michael Bossart and Co.

The result

The huge work from the BSV team and super commitment from cab services ag allowed us to achieve what I'm proud to announce at www.jugendundmedien.ch

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lex4you – das Callcenter der Zukunft https://www.liip.ch/de/blog/lex4you-the-call-centre-of-the-future https://www.liip.ch/de/blog/lex4you-the-call-centre-of-the-future Thu, 20 Dec 2018 00:00:00 +0100 Der TCS wollte einem breiten Publikum den Zugang zu nützlichen und verständlichen Informationen im Zusammenhang mit rechtlichen Fragen aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens bieten. Zudem wurde der Online-Dienst lexCall für eine begrenzte Zielgruppe entwickelt. Über lexCall können die Versicherten des TCS dank der Technologie WebRTC (Voice over IP), mit einem Telefonanruf aus einem Webbrowser, direkt mit den TCS-Rechtsschutzrechtlern in Kontakt treten. Pascale Hellmüller erklärt, wie der Einsatz der Scrum-Methode die Online-Schaltung dieser Plattform innert der gesetzten Frist und zur Zufriedenheit der Endnutzer möglich gemacht hat.

Liip hat das TCS-Projektteam während der gesamten Entwicklungsphase dieser Multiservice-Plattform begleitet.

Eine Premiere im Bereich der Rechtshilfe

Liip: Was ist lex4you? Und was hat der Dienst für einen Zweck?

Pascale Hellmüller: lex4you ist eine interaktive Web-Plattform für Rechtsauskünfte. Drei Dienstleistungen werden angeboten. lexSearch bietet nützliche und verständliche Informationen zu Rechtsfragen in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens. lexForum bietet den Nutzern die Möglichkeit sich über ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit rechtlichen Fragen austauschen. lexCall ermöglicht eine begrenzte Zielgruppe, insbesondere die TCS-Versicherten im Bereich Rechtsschutz, sowie die Versicherten bestimmter B2B-Partner, rechtliche Auskünfte online direkt von einem Rechtsexperten über Voice over IP in Anspruch zu nehmen.

Wie war die Situation vor lex4you?

Im Gegensatz zur Konkurrenz hatte der Rechtsschutz des TCS keinen Dienst für telefonische Rechtsauskünfte im Angebot. Diese Dienstleistung konnte nur auf Kulanzbasis angeboten werden. Wir wollten uns im Wettbewerb positionieren und diesen Service unseren Versicherungsnehmern auf innovative Weise anbieten.

Wie ist die Situation nach dem Go-live von lex4you?

lex4you hat zum Ziel, unsere Versicherten zu informieren – zunächst auf der Web-Plattform selbst (freier Zugang zu Texten und Dokumenten sowie zum Forum) und in einem zweiten Schritt per Telefon über den Dienst lexCall. Die Rechtsexperten beantworten die Anrufe direkt und geben den Versicherten sofort Auskunft. Wir unterstützen unsere Versicherten in rechtlichen Situationen, in denen sie sich machtlos fühlen. Wir geben ihnen Orientierungshilfe, auch wenn kein Rechtsstreit besteht. Auf der Plattform lex4you können die Versicherten auch einfach um einen Rückruf während der Geschäftszeiten bitten. Wir wollten zwischen unseren Rechtsexperten und unseren Versicherten mehr Nähe schaffen und dadurch unseren Kundendienst stärken.

Wie lief das Projekt ab?

Wenn ich das Projekt in zwei Worten zusammenfassen müsste, würde ich sagen: wagen und lernen. Es handelte sich dabei auf gewisse Weise um ein Wagnis, das sich als extrem positiver Lernprozess erwiesen hat – in jeder Hinsicht und für alle Beteiligten. Wir hatten keine digitale Erfahrung im Versicherungsbereich. Der Einsatz der Scrum-Methode war für mich neu. Die Organisation in Projektform, bei welcher der Akzent auf eine partizipative Dynamik sämtlicher Stakeholder gelegt wurde, war ebenfalls neu für die Leitung der betreffenden Geschäftseinheit.
Der agile Ansatz ist anspruchsvoll. Er impliziert ein rigoroses Vorgehen sowie die Definition und Einhaltung eines gewissen Rahmens. Dieser Rahmen wurde zusammen mit der Leitung der Geschäftseinheit definiert. Dadurch konnte das Projektteam bei Entscheidungen im Zusammenhang mit der Entwicklung autonom bleiben.
Im Scrum-Ansatz wird in kurzen Zyklen von einigen Wochen gearbeitet. Daraus lassen sich alle drei Wochen Erkenntnisse ziehen. Sobald man anerkennt, dass man lernfähig ist und sich anpassen kann, wird alles möglich. Mit dem richtigen Partner und der richtigen Geisteshaltung gibt es keine Hindernisse und am Ende funktioniert alles.

Liip ging sehr kreativ vor, um uns die Arbeit zu erleichtern.

Die Vorteile der Scrum-Methode

Was waren die überzeugenden Argumente für den Einsatz einer agilen Methodik?

Wir standen unter Zeitdruck. Die neue Plattform lex4you musste in zehn Monaten lanciert werden. Wir mussten also einen Ansatz wählen, mit dem wir diese Frist einhalten konnten. Wir wollten auch eine Lösung, mit der wir – abgestimmt auf die Bedürfnisse unserer Versicherten und unserer Organisation – zuerst die Basisfunktionen entwickeln und danach die Plattform auf dieser Grundlage aufbauen konnten. Der Waterfall-Ansatz erwies sich als weniger geeignet und im Allgemeinen kostspieliger in einem solchen Fall. Die Scrum-Methode erfüllte somit unsere Bedürfnisse in zeitlicher Hinsicht sowie bezüglich der schrittweisen Entwicklung der Funktionalitäten am besten.

Was ich am agilen Ansatz sehr mag, ist, dass jedes Problem wie ein Geschenk ist, denn mit dieser Methode kann das Problem bereits in der Entwicklungsphase identifiziert und die entsprechende Lösung sofort im Prozess integriert werden.

Was waren die Vorteile beim Einsatz dieser Methode?

Wir haben das Projekt intern gemäss der üblichen Vorgehensweise initiiert. Bereits vor der Zusammenarbeit mit Liip hatten wir an der Definition des Dienstes sowie dessen Funktionalitäten gearbeitet. Um im Einklang mit der Scrum-Methode zu bleiben, mussten wir das bestehende Konzept zerlegen, um es danach schrittweise wieder aufzubauen. Auf diese Weise konnten wir von der Erfahrung der Co-Kreation mit Liip profitieren.
Dieser partizipative Ansatz hat nicht nur das interne Projektteam und Liip, sondern auch unsere Leitung an einen Tisch gebracht. Die Nutzer der Plattform sowie die an der Vermarktung und Verwaltung des Dienstes beteiligten Parteien (Rechtsexperten, Verantwortliche des zukünftigen Dienstes, Vertreter von Vertrieb und Marketing) wurden in die aufeinander folgenden Testphasen miteinbezogen. Sie alle konnten ihre Meinung in Bezug auf die entwickelten Funktionalitäten äussern, und wir konnten dies während der darauf folgenden Entwicklungsphasen berücksichtigten.
Nach Abschluss des Projekts war die schönste Rückmeldung, die ich von der Leitung erhalten habe: «Wir verstehen jetzt den Ansatz, und wenn wir das Ganze nochmals machen müssten, würden wir es genau gleich handhaben.»

Eine innovative technologische Lösung

Aus welchen Gründen haben Sie sich bei Ihrem Dienst lexCall für die Technologie WebRTC entschieden?

Die Idee war anfänglich, ein klassisches Callcenter zu errichten, dabei wären wir von Telefonbetreibern abhängig gewesen. Die Wahl der Web-Lösung hat zu einer grösseren Autonomie sowie zu mehr Flexibilität bei der Entwicklung unseres Dienstes lexCall geführt.
Diese responsive Website ist mit einer WebRTC-Funktionalität («Real Time Communication») ausgestattet. Mit dem Dienst lexCall können die Versicherten unsere Rechtsexperten dank der Voice-over-IP-Technologie ohne zusätzliche Kosten kontaktieren, wenn sie sich über einen Computer oder ein Tablet verbinden, oder im Rahmen ihrer Telefonpauschale, wenn sie sich über ihr Smartphone verbinden.
Wir haben ebenfalls die Chance erkannt, uns damit von unseren Konkurrenten abzuheben. Mit dieser digitalen Lösung gibt es keine Warteschlange. Auf der Website ist in Echtzeit ersichtlich, ob ein Rechtsexperte verfügbar ist, um den Anruf in einer der drei angebotenen Sprachen (Französisch, Deutsch, Italienisch) zu beantworten. Wenn während der Geschäftszeiten kein Rechtsexperte verfügbar ist, kann der Versicherte um einen Rückruf bitten.

Welche Vorteile hat der Einsatz der WebRTC Technologie?

Der Versicherte, der unseren lexCall Service nutzt, ist auf der Plattform eingeloggt. Das System kontrolliert, ob der Versicherte die Bedingungen für den Zugang zu lexCall erfüllt. Falls nicht, wird der Versicherte über das weitere Vorgehen informiert, um (wieder) vom Dienst profitieren zu können.
Der Rechtsexperte, der den Anruf eines Versicherten beantwortet, muss diesen somit nicht identifizieren. Dies führt im Vergleich zu einem klassischen Callcenter zu einem Zeitgewinn und zu mehr Sicherheit.
Wir haben ebenfalls die Möglichkeit, lexCall jederzeit mit einem Klick zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dies ermöglicht eine bessere Kostenkontrolle, insbesondere in Bezug auf die Rückrufe, die über das Standardtelefonnetz erfolgen. Diese Web-Lösung bringt uns mehr Flexibilität bei der Verwaltung des Dienstes.

Während der Vorführung am Ende von «Sprint Nr. 5» erkannte ich, dass die Plattform tatsächlich Form annimmt. Ich habe mit grosser Freude gemerkt, dass wir wirklich dabei waren, das Projekt durchzuziehen. Es war sehr vielversprechend. Wir waren alle an einem Tisch versammelt – Liip und das TCS-Projektteam. Zusammen haben wir Lösungen gefunden und das, was wir uns vorgestellt hatten, in eine konkrete Form gebracht. Es war fantastisch. Diese Nähe hat wirklich gezeigt, dass kollektive Intelligenz zu Spitzenleistungen führt. Zudem wird dadurch ein Silodenken beinahe unmöglich.

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Disability is normal https://www.liip.ch/de/blog/disability-is-normal https://www.liip.ch/de/blog/disability-is-normal Thu, 20 Dec 2018 00:00:00 +0100 Are you a frontender, digital designer or somehow related to the IT industry? And do you think that everyone should have the same access to information? If yes, then you will be interested in the two stories that I will tell you and in the measures that you can take to make information accessible to everyone.

Why Did I Write This Blogpost?

The first time I was confronted by the subject of accessibility was during a masters lecture. I had the privilege to meet Joe (fictitious name), a young man who is vision impaired. He showed us how he navigates the world wide web. I was impressed and I realised that there is a much higher percentage of impaired or partially impaired people than we are aware of.

In this blogpost I will focus only on the disabled people like Joe. They are regularly using the digital products we create, therefore if we ignore their needs we are not only losing a big amount of potential users and clients, we are also depriving them access to information and equal opportunities. However it’s important to remember that accessibility doesn’t matter only to disabled people. It matters to us all. Because while accessibility focuses on people with disabilities, many accessibility requirements also improve usability for everyone else.

Why Could This Blogpost Interest You?

This blogpost is aimed at frontenders, digital designers, and people working in the IT industry in general. But also for users that could help to improve digital products by providing regular feedback. It will give you the following inputs:

  • Two real stories about how disabled people use technology
  • Disabled users statistics that help you “sell” accessibility to your clients
  • Frontend and design good practices to improve accessibility

How Disabled People Use Technology

Hands taping keyboard

Being vision impaired
Sometimes we tend to forget that there are many «kinds» of blindness. This means we shouldn’t focus only on Joe's case, but also on our grandmother’s vision problem or even on our own. Joe needs a braille keyboard and software that simulates the human voice reading the computer screen. Maybe our grandmothers use a screen magnifier and we have contact lenses which help us to overcome this barrier.

Despite being bright and sensible, Joe is not equally respected within our society. People treat him like a less capable person, by not giving him equal opportunities. He feels left aside and he doesn’t understand why he is not treated equally. He mentioned, angry:

«Everybody has some sort of handicap!»

I agree with him. Just as Joe uses the tap function to browse through the website’s information, another person may use Google Translate because they don't understand the language used on a specific website.

Being Physically Impaired
Later on in the masters we were assigned to do an interview with a disabled person and to write a report about it. My report was about a teenage girl named Anna (fictitious name) who lost her right arm in an accidental crash when she was four years old. She told me what the major barriers in her daily life are and how technology helps her. For example voice messages are a marvelous communication solution and she uses them all the time. Yet activities like driving a car or like dancing Kolo, the traditional Croatian dance, will only be possible when she gets her artificial arm.

Anna, contrary to Joe, feels well integrated and happy with her life. There are some minor things that bother her but she has been overcoming all these barriers. For example she proudly mentioned:

«I even manage to dress myself faster than my cousin.»

She is aware of the existing boundaries, though she relies on technology and she is looking forward to further possibilities like for example driving an automatic car.

Disabled Users Statistics That Help You “Sell” Accessibility to Your Clients

Meeting with client

Here’s a vivid example where caring about accessibility would surely augment the profitability of certain enterprises: the ecommerce industry. Think about retired or elderly people who spend their days at home, who have time and money and love browsing the internet to look for their next holiday destination or to order books in Amazon. Or think about a young deaf couple. Or think about Joe and Anna. These people are motivated users, however they need IT experts to help them overcome the digital barriers.

Ecommerce entrepreneurs rely on statistics. In Europe, according to the Labour Force Survey (European Commission-Eurostat, 2002), 10% to 15% of the population has a disability (visual, auditory, physical or cognitive). This corresponds to 50 to 75 million people in EU27. There is a strong correlation between disability and ageing – numbers increase with demographic change. As stated in the 2005 report from the United States Census Bureau, there were approximately 54 million people with disabilities in the U.S. at that time, constituting 18.7 percent of the total population (Blogpost: Accessibility: How Many Disabled Web Users Are There?).

Do you really want to hinder millions of people from using your product? If e-shops would offer a good user experience to those people they would for sure repeat the experience and establish a long-lasting relationship with the concerned brand. This would certainly increase the conversion rate and improve sales. Not to mention the huge advantage of social integration. By not giving the same opportunities to disabled people we are possibly losing great minds, potential leaders and influencers.

Frontend and Design Good Practices to Improve Accessibility

Person writing on a postit

So here are some easy and practical good practices, which can boost sales and enable more people to use digital products.

Titles
Websites should be marked by comprehensive and meaningful names. The titles should describe the corresponding content in each page. Above all, they shouldn't be the same throughout the website. Besides that, one should avoid useless phrases, like "Welcome to...".

ALT-Attributes
All images must have ALT-Attributes. The text in the ALT-Attribute should describe the image. It will be read, for example, by a screen-reader. Images without meaning must have an empty ALT-Attribute.

CSS
HTML Content shouldn't have formatting instructions. Cascaded Style Sheets (CSS) is a suitable way to define the font style and weight, the colors, the spacings etc. The content should always be readable, even if the style-sheets are deactivated. Modern browsers offer this possibility, which is used by visually impaired or color-blind people.

Relative Units of Measurement
Size specifications for spacings and principally for fonts should be defined in a relative form.
For example: %, em and rem. Absolute specifications like px, pt and cm should definitely be avoided, because in some environments (browsers and devices) when a user zooms in or out the user interface loses its proportions.

Drop-down Menus
It should be possible to command drop-down menus and similar user interface components by using only the keyboard. However, in emergency cases, it is acceptable that all pages are reached by normal links. This shouldn't of course lead to a labyrinth search.

Frames
If possible frames should be avoided, because, among many other reasons, when using screen-readers blind people easily lose their orientation.

Tables
Tables with extensive data are difficult for screen-readers to read. The summary (or longdesc) tag should be used in order to deliver a descriptive summary. Besides that, tables and cells should be labelled accordingly.

Colors
In general, high contrasts improve the readability. However they limit freedom of creativity. Certain color combinations irritate the eye. For example, the red-green combination can create problems to a colorblind person. In order to test the color combination of a design, I recommend using tools like the following:

Font
Generally, serif-fonts like Times Roman are not suitable for screens, especially if the font weight is small.

Multimedia
Video clips and films should always have a textual description. Audio documents should have a transcription. Animations should be carefully implemented and GIFs should definitely be avoided, because of people with ADHD (attention deficit hyperactivity disorder).

Scripts
If javascript is deactivated, websites should still be readable (if applicable the NOSCRIPT tag should be used).

Content Structure
In the web, more than ever, it's important to structure the content by using subtitles and sections, in order to make it more readable. For that the respective HTML Tags (z.B. h1, p etc.) can be used, which help to get screen-readers oriented. In order to test if the headings are correctly used and nested or to check the documents outline I recommend using this tool: HTML 5 Outliner

Forms and Tab Order
The tab order definition in forms should enable that the label always comes before the element that it describes. Only this way can a blind person with a screen-reader recognise the meaning of a form element.

Language
The language should always be stated in the header of a page. For example:

  • html lang="de"
  • meta http-equiv="content-language" content="de"

Content based on Usility Consulting
Author: Dieter Stokar
5th January 2017

My Message to You

Many different photos from people hanging on the wall

We are constantly shaping the world wide web. Unfortunately, the majority of the time we do it based on our own assumptions or those of our clients, forgetting the receivers of our message and how diverse they can be. Disabled people are no different from people who speak another language than ours, they just are differently different from us. Disabled people are normal.

By consciously or unconsciously excluding disabled people’s needs from our work, we are partially responsible for the loss of great minds and their contribution to our society.

Our responsibility is higher than writing lines of code or preparing the next trendy design to present our customers. We are responsible for making the world wide web accessible for all.

Many thanks to Ingvi Jonasson for his support .

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Take good care of your circle strategies https://www.liip.ch/de/blog/take-good-care-of-your-circle-strategies https://www.liip.ch/de/blog/take-good-care-of-your-circle-strategies Fri, 14 Dec 2018 00:00:00 +0100 Circle Strategies might easily fall into oblivion, in particular inside organisations such as Liip which were previously structured as a flat-organisation and in which strategy-setting might not have been a strong practice. Evenmore, for just about any organisation that adopted Holacracy exists the risk of a "strategy gap": Holacracy distributes strategy setting onto every circle throughout the holarchy (technically onto the Lead Link unless specified otherwise by the circle yet prior to the adoption, chances are strategy setting was on the shoulders of a few executives or partners).

HolacracyOne has defined and refined a pretty darn good meeting format known as the Strategy Meeting, to help circles define and update their Circle Strategies.

The meeting, in which all circle members participate, displays a very interesting sequence:

holacracy strategy meeting process
  1. Hold a retrospective outlook at concrete happenings in the recent months
  2. Take a bird-eye view on it, and extract learnings, principles, guidelines
  3. Decide the ones that will serve as Strategies for the coming months
  4. Unpack the new Strategies into concrete projects, next-actions or tensions for each role

Here’s a handy Strategy Meeting Cheatsheet to help you facilitate strategy meetings for your circle.

I can only strongly invite you as Lead Link to take good care of your circle strategies – it is one of the most powerful lever in your hands to steward the circle towards its purpose. Do schedule such strategy meetings every 3 to 6 months.

Artwork: Jansson Wind Rose, 1650, Wikimedia

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My Learnings from Product Management Festival 2018 (Day 2) https://www.liip.ch/de/blog/my-learnings-from-product-management-festival-2018-day-2 https://www.liip.ch/de/blog/my-learnings-from-product-management-festival-2018-day-2 Fri, 14 Dec 2018 00:00:00 +0100 In case you missed it, you can find my key takeaways from the first day in this article.

Pricing as a product feature

By Kapeesh Saraf, Senior Director of Product at Coursera

We don't often rework our pricing at Liip, except for our two products Rokka and Houston SaaS.
This talk caught my interest to see how Coursera handles it.

Kapeesh first shared an interesting "Demand vs. price" graph. He said it's your goal as a PM to know where your product price is located on this graph in order to understand your users' willingness to pay.
Obviously, demand fluctuates with price: the cheaper the more people you'll have, and the higher the less persons will signup.
In order to get your price right, there is no magic:

  • Understand your persona via A/B testing. For instance, at Zynga, Kapeesh noticed that not many people would buy his virtual toaster (what world we live in...). But the one who'd buy wouldn't care about the pricing. So he was better raising the price! He said he learnt this in hindsight, by doing A/B tests and post-analysis.
  • At Coursera, which is a more "mature" and established product (degree), his experience with user surveys proved to be the easiest to go with. Although it's always a matter of techiques' combination.
Pricing is also a feature
Pricing is also a feature

The second key takeway, "Pricing as a feature", is best explained via an example: Coursera used the loss aversion's human psychological trait to increase its retention. They told their students that they'd pay less if they completed their degree faster than standard. It was their way to make sure that people would choose Coursera over Netflix when they got home in the evening. And it worked! After three years using this model, all their metrics increased.

A final reminder that I commonly share with my Liip clients about their product scope: Keep It Stupid Simple (aka KISS). Kapeesh uses it as well for pricing. He shared that the more complex your price is, the more complex your product becomes. And as with scope creep, this makes you lose customers.

How to find the right UX strategy for my product

By Sibylle Peuker, Partner and UX architect at Zeix AG

The thing I learnt from this talk is the definition of a UX strategy. Such concept is a way to align UX and Business. Sibylle summarized it with an equation:

UX strategy = Thorough analysis (of the context) + Shared vision (of the product/project) + UX methods (get the right tools) + Avoid common pitfalls

As Sybille focused on the "Common pitfalls", it left me hungry as I expected the speech to answer my current question: which UX tools and strategy to use for which kind of product, concretely.
I'll have to keep evolving my own decision-tree graph (to be shared in a future article) as I didn't get any answers there.

The speech teaser was promising, but not aligned with the talk content
The speech teaser was promising, but not aligned with the talk content

Push Boundaries of Product Growth with Innovation Accounting

By Ilia Kuznetsov and Nick Mitushin from ABRT Venture Fund

I chose this talk to see concrete examples on how innovation accounting is used by a venture-fund company. If you wanna get an intro about the concept, I recommend you to read Eric Ries' "Lean Startup" book.

Nick sees innovation accounting as a way to index the growth of a product. It's pretty simple: make plans for a metric (e.g. how many new customers are expected) to be measured into a spreadsheet for the next two weeks. Do your product improvements. Then, two weeks afterwards, have a reality check. Did your metric increased? If yes, keep improving. If not, adapt your product strategy so it aligns with what growth you wanna generate.

The point that stuck with me is a mistake we, POs or PMs, all went through at some point. That is, to focus too much (if not only) on the product backlog or spend time scoring it.
Instead, we should put all our focus on discovering the growth goals. And only then, to deduct the product backlog from it. Not the other way around.

Pictures are worth a thousand words:

An example on how to analyze various growth scenarios
An example on how to analyze various growth scenarios
EggsTV business model scenarios analysis
EggsTV business model scenarios analysis
Tracking growth every two weeks, and adapting the product strategy accordingly
Tracking growth every two weeks, and adapting the product strategy accordingly

I also asked the two guys a question: "What cohort tool do you see mostly used by startups nowadays?"
They mentioned they used KISSMetrics in the past, but nowadays, Amplitude is THE thing recommended by their analytics team members.

A final important note: they always discussed about growth, not profit. While we often associate growth with money, growth can be about impact. Or about purpose as we practice it at Liip. When you start to see the talk and tools under this lens, you understand that they can be of help in many situation to avoid waste in what you craft.

Building accessible digital products for 100 millions users

By Saurabh Gupta, Program Manager at Microsoft

As with the speech by Minal from Google about the Next Billion Users, I feared to face a complacency talk. But Saurabh was clear from the start: he is driven by Microsoft's purpose "Empower every person", but he came here to talk about business, too.

He first quoted a consultancy firm: "Organizations who look at accessibility just as a compliance item miss out on business opportunities."

Backed by numbers, it indeed looks like a huge market opportunity:

  • 1 billion people globally are differently abled
  • 4.5% of the global population is color blind
  • 3.3% of the global population suffer from visual blindness
  • And 5% from earing loss

"Organizations who look at accessibility just as a compliance item miss out on business opportunities."

Other interesting facts on which industry put strong focus on accessibility:

  1. Education — for school and colleges
  2. Government — for citizen facing portal and tools
  3. Healthcare — for customer tools
  4. Enterprise — for equal employment opportunities

He continued explaining that accessibility is no rocket science. It just takes some time during the development process. There are plenty of certification's checklist on the web. We at Liip even open sourced a tool to check your accessibility compliance: A11ym.
But the basis of all certifications remain the same: any electronic and info tech must be accessible to people with disabilities. Punkt.

The main options to enable accessibility are:

  • Use icons on top of colors only
  • High contrast & dark them
  • Screen reader ready
  • Text size and display option
  • Touch target size
  • Closed captioning

As with UX or KPI setting in a digital project, accessibility should be a design parameter. Else, if done only at the end, it ends up being too costly.

All in all I agreed with what Saurabh spoke about during his speech. Moreover with his closing sentence: Accessible design is inclusive design.

To summarize the talk:

  1. Think accessibility at the design stage
  2. Designs are final only if they're adhering to accessibility standards
  3. Define an accessibility section for your PM specifications
  4. Call the feature complete only with accessibility supported
  5. Perform accessibility testing with at least one blind user

And if it helps you, think about accessibility in business terms. It's definitely a market advantage over your competitors.

Simple icon-on-top-of-color example on how to improve the life for color-blind people
Simple icon-on-top-of-color example on how to improve the life for color-blind people

Becoming a problem solver

By Michael Perry, Director of Product and Marketing Technology at Shopify

We got to be careful about the product culture we've built. I often call this "solutionism". We must focus on problems first.

That's how Michael started the final keynote. 100% aligned from the beginning to the end!

I could relate to his chart about the addictive product creation loop (and I'm sure you do if you're an entrepreneur with 10k ideas per second):

  • You have an idea
  • You conceptualize the product, even in your head (the fun part)
  • You launch the product
  • You get your heroin dose, aka instant gratification, like buying the domain name, or kickstarting the project locally on your laptop
  • You get your early learnings while trying to find the product-market fit
  • You iterate, measure & enter hope phase
  • "Why aren't people using this?" I know! Let's build new features
  • Your mind starts to wander, you lose product interest
  • You sunset the product
  • You do a team/personal retrospective
  • And then, you start the loop over again!

To avoid this addiction, you should ask yourself this simple question:

What problem am I solving?

And to see if you're on the right track, just check if customers pay you for your service. If not, then you're not fixing one of their problem.

I loved the analogy given by Michael when he was trying to build his "Kit" product (that was then acquired by Shopify). He said: "Small business owners would rather do their taxes than marketing on Facebook."
It took him several years to answer why small business were failing at doing marketing right:

  • It seems it's because they try to do it all by themselves
  • So why aren't they hiring new people?
  • Because they have no time, no money, no trust, no way for doing so.

So Michael built the first VA employee. Via text SMS to Kit.
Once he focused on solving the problem so much, then he even forgot about the "idea" thingy.

One of his saying still resonate with me: "Product visionaries are a by-product of being problem solvers."

The key takeaways from his great story:

  1. Don't chase (technology) trends
  2. Don't chase vanity gratification in order to stay motivated
  3. Don't fake product success with vanity KPIs (don't care about # of downloads)
  4. Don't quit over failed product ideas, because you'd focus on the problem
  5. Obsess over the problem, not the solution. Do not care about the solution
The addictive cycle of product managers. Break it by focusing solely on the problem.
The addictive cycle of product managers. Break it by focusing solely on the problem.

Conclusion

These were my notes from the second day at the Product Management Festival 2018 edition.

My key learnings:

  1. Pricing is a feature of your product in itself. Tweaking it alone can make your client use your product even more (example of Coursera lowering its price if you finish your degree in advance)
  2. Innovation accounting is a simple spreasheet to track whether your fancy JIRA stories get an impact on key KPIs such as number of new clients or so
  3. Amplitude is the tool recommended for product analytics (i.e. cohort analysis) these days
  4. Accessibility is inclusive design. But business-wise, accessibility is also 1/7 of market share of the entire planet. I'd say that 5% of a product budget is necessary if you apply accessibility upfront. 10-20% if afterwards. For sure, accessibility is no more about compliance
  5. A good product manager focuses on problems. Relentlessly. Moreover, he doesn't care about the solution, except when it starts to fix a real problem

This conference is great. I can't help but to recommend it if you're a Product Manager or Product Owner. I'll definitely attend next year.

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Digitalisierung erleben: EKZ Prototyping Workshop https://www.liip.ch/de/blog/digitalisierung-erleben-ekz-prototyping-workshop https://www.liip.ch/de/blog/digitalisierung-erleben-ekz-prototyping-workshop Tue, 11 Dec 2018 00:00:00 +0100 Der Workshop

Vor zwei Wochen konnten wir unser erstes 3.5 stündiges Prototyp Training mit Mitarbeitern der EKZ durchführen. Die von uns im Workshop gestellte fiktive Aufgabe war, eine App zu entwickeln, die einen Nutzer bei der Urlaubsplanung, während oder nach der Reise unterstützt. Die Aufgabe war sehr offen gestellt. Die primäre Persona haben wir grob vorgegeben: in Form eines jungen Paares, eines Individualreisenden, einer Familie oder eines Teilnehmers einer Gruppe.

Im ersten Schritt baten wir die vier Gruppen, sich für eine Persona und somit ein vorgegebenes Setting zu entscheiden und die Persona dann auszuarbeiten: Was für eine Art der Reise plant die Persona? Wer ist ihre Begleitung? Welche Bedürfnisse hat sie im Zusammenhang mit der Planung oder Durchführung der Reise? Auf welche Schwierigkeiten stösst sie dabei?

Danach hat jede Gruppe eine User Journey für ihre Persona erarbeitet. Es wurde festgehalten, welche Tätigkeiten die Persona in welcher Reihenfolge tun möchte. Aufgrund der Persona und der skizzierten User Journey, haben die Teilnehmer entschieden, welche Bedürfnisse die App bedienen soll und welche Funktionalitäten dafür geeignet sind.

Schlussendlich kamen wir zum “handwerklichen” Teil des Workshops und haben die App in Form von User Flows und Screens gezeichnet: in Form eines einfachen Papierprototypen. Diesen haben die Teams sich gegenseitig vorgestellt und Feedback gegeben.

Wir sind begeistert und finden, es sind tolle Ideen entstanden: eine App, die einen Reisenden mit Hund während einer Wanderung auf dem Jakobsweg unterstützt. Neben spezifischen Informationen rund um den Hund bietet sie Orientierung und Hilfe – aber sie gibt auch gleichzeitig Hinweise, wie es möglich ist, für sich zu sein und den Weg möglichst alleine zu machen. Oder eine App, die den Mitarbeitern der EKZ ermöglicht, ein Team für einen Iron Man aufzustellen. Die App koordiniert die Teilnehmer und ihr Training. Aber auch nach dem Event hat die App etwas zu bieten: eine Bildergalerie und eine Möglichkeit sich erneut anzumelden, denn nach dem Event ist vor dem Event...

Unsere Learnings

Bei der Planung waren wir uns nicht 100% sicher, ob man den User Centered Design Prozess so komprimiert durchlaufen kann. Und auch der Sprung von einer Aktivität (User Journey) zu einer Funktionalität (Papierskizze eines Screens der App), schien uns ziemlich gross. Aber es hat ganz hervorragend funktioniert. Der Grund ist, dass alle Teilnehmer bereit waren, sich auf das Experiment des nutzerzentrierten Denkens und Skizzierens von Hand einzulassen.

Es war schön zu beobachten, dass auch in Teams, die sich nicht täglich mit der Entwicklung digitaler Produkte beschäftigen, in kurzer Zeit Ideen entstehen, die in einfachen Skizzen zum Leben erweckt werden.

Ein Wunsch, den wir vorher nicht so realisiert haben, aber für unseren nächsten Workshop berücksichtigen werden, ist das Interesse an der Technologie: vielleicht werden wir in unserem nächsten Workshop eine Landschaft an gängigen Tools zeigen – neben Stift und Papier – wie man einerseits Prototypen aber auch Apps erstellen kann. Darüber werden wir nachdenken. Es war auch für uns ein sehr lehrreicher und spannender Abend! Denn wie David L. Rogers sagt, „Constant learning and the rapid iteration of products before and after their launch date, are becoming the norm.“ (vgl. David L Rogers, The Transformation Playbook). Ein herzliches Dankeschön an Herrn Hauser, der uns die Möglichkeit gegeben hat den Workshop bei der EKZ durchzuführen und zu lernen!

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Entity Explorer, your trusty helper 🐕 https://www.liip.ch/de/blog/entity-explorer-your-trusty-helper https://www.liip.ch/de/blog/entity-explorer-your-trusty-helper Wed, 28 Nov 2018 00:00:00 +0100 When you are building complex Drupal websites you rely on entities, and they are often entities within entities, linked to entities, and so on.

When you need to debug data deep down in the persistence layer, be it in a moderation state, language revision or somewhere else because Drupal gives you an inconsistent response, where do you begin?

The debugger?

A great start is setting a breakpoint instead of just trying to observe the data structure as it passes through your call with kint(), print_r() or the like.

Xdebug is certainly a very good route to discover the state and properties of a specific entity. However, it is often insufficient to debug complex entity relationships in an efficient manner: Child entities might only be visible as their target ID or dynamic properties are empty because they have not been built yet.

The database?

Another place to look is the database, and that’s fine. It is of course the final say on the persistence layer but has significant disadvantages: writing joins by hand to discover the linkages of fields and tables is at best cumbersome and downright annoying when you are jumping from entity to entity. Also, reusing and managing such query snippets is not easy.

Entity API?

So your next step would likely be to write a custom script and make use of entityTypeManager. It can answer most complex queries and if you have done a little bit of Drupal 8 development you’ll likely already have come across it. Just select the desired storage, fetch a query, add your conditions and you can access the relevant revisions, their fields, and properties with ease. In some cases you might need to include some help from EntityFieldManager.

Drupal 7 hint: If you are stuck on a site you can’t migrate just yet, you can still make your life easier by using entity_metadata_wrapper() and EntityFieldQuery. You don’t have to live with stdClass objects and raw database queries.

However, you’re still writing a lot of common queries repeatedly by hand, when you just want something more efficient than digging through revisions in the UI for a particular problem.

Entity Explorer

Entity Explorer is a simple Drupal Console command which uses just a handful of entityTypeManager commands to build you an efficient output of an entity across languages and revisions including child elements, if needed:
$ drupal entity_explorer node 16287 47850 # Arguments: type, id, revision (optional)

The first example shows the translation revision of a node with the IDs of embedded entities. Use --all-fields to recursively show their details:

Check it out:

composer require drupal/entity_explorer:~1.0

drupal.org/project/entity_explorer

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My Learnings from Product Management Festival 2018 (Day 1) https://www.liip.ch/de/blog/my-learnings-from-the-product-management-festival-2018-day-1 https://www.liip.ch/de/blog/my-learnings-from-the-product-management-festival-2018-day-1 Tue, 27 Nov 2018 00:00:00 +0100 This know-how helps me a lot to build the right product for each of our customers and their end users, and not only to build it right by using Scrum.

I went to the Product Management Festival 2018 edition two weeks ago in order to learn about current the best practices in the field.

You find below the notes and learnings I took away.

Power of transparency

By Christian Sutherland-Wong, COO at Glassdoor

There are two things that stuck with me after the talk:

  1. Glassdoor wishes that every company would be more transparent about salaries. But internally, they don't openly share them. We made the move to full salary transparency here at Liip. I can't help to recommend any company to do so, as it only brings more fairness. On the short term, there are painful discussions to have. But it pays off on the long term, as people with salary issues get to understand why, and are then able to improve. Hopefully Glassdoor makes this move soon too.

  2. Christian also talked about monetization. As an entrepreneur myself, that's a topic that I love to discuss as it's so challenging to find the best ways to make money in a way that is win-win for the the entrepreneur and the client/user. As the saying goes: "Revenue is like oxygen for a startup. We don't live for it, but we need it to live".
    I disagree with him about one point: he explained that monetizing vanity was one key way to make money from their product at Glassdoor.
    My (potentially hasty) conclusion from this statement is that it sounds like the most economically viable solution. I'm challenging it because, as a CEO or founder, I would focus on finding better value for money strategies. I don't think exploiting such human nature trait foster better behaviors. I prefer having less paying customers, but that get real value from it. And there is for sure good value in Glassdoor who helps employees have the same information access as companies get when they interview you.

If you read these lines Christian, feel free to share your opinion in the comment section below.

"Power of transparency" speech by Glassdoor COO
"Power of transparency" speech by Glassdoor COO

Startup versus Enterprise Product Management

By Tom Leung, Director of PM at Youtube

This talk resonated a lot with me, as I feel that Liip and our self-organization model provides the best of both world: having your own startup, within the comfort of a company with 180 employees.

Here is what I learnt (or rehearsed) that is applicable to any products/projects you could have, independently of your company's size:

  • The only thing that matters is product-market fit and repeatable growth to sustain on the long run. And not your big media coverage, nor your invitation to talk at this big conference. These latter are only vanity metrics, that should come as results and not objectives in their own.
  • Would you use your product if you weren't in this company? If not, then you're probably building the wrong thing. Or at least it will be harder for you to stay motivated month after month.

From Tom's experience if you go for big corporate career:

  • You'll have to balance the "Just ship it and see what happens" with global scale impact (like you can't have YouTube go down every week)
  • You'll need to accept and cope with some (long) discussions to convince and rally people to follow you (aka. politics). Else you're better to stay at your startup.
  • You'll have to motivate teams and earn credibility — you don't have any CEO nor founder title to help you there
  • In certain "modern" corps like Google or Spotify, you can be lucky to have small cross-functional teams with a lot of flexibility
  • Startup veterans are like wild horses, and it's very hard for true entrepreneurs to go to big corporation. Often, after acquisitions, you see founders leaving. Not because they don't fit. Just because they need to move on and craft their next thing.

Regarding his startup's career:

  • Startup move fast. Every day. And that's a drug hard to give up once you sensed it.
  • When you're in a startup that grows, you quickly have to take care about management, marketing, and all sort of boring stuff. Make sure to keep the biggest chunk of your time dedicated to your product. Because that's what makes your company first. Easier said than done :)

Tom closed the talk with 3 skills a PM need to have:

  • Great judgment: being able to take imperfect infos and making a call. And being often right with such calls
  • Delivering results: "This product growth happened because it was this PM in the team"
  • Customer insights: go talk to customers. Go in the street. Go out of the building. Do whatever it takes but talk to real customers

This led me to this discussion with Tom after his session:

How a Product Manager can hone his judgment skills
How a Product Manager can hone his judgment skills

Viral loop

By John Koenig, Senior Product Manager Growth at Typeform

I mostly rehearsed knowledge, but it was still interesting to see how they apply it at Typeform.

One of the trick to ensure self-fueled growth of a product is to make use of viral loop.
A viral loop relies on the viral coefficient. Put simply it's the number of new users that an existing user generates. A 0.3 coef means that for each 10 users, you will get 3 new users. If you get above 1.0, then you get exponential growth.

John explained the viral loop model he uses at Typeform:

  1. Signup: creating a typeform account requires only 3 fields for lowest friction possible.
  2. Motivation: here comes their value proposition, which is sharing a Typeform form. To support this, they provide plenty of options so that you, as a customer, find a way to share your form and don't leave the platform there.
  3. Share: the nice fact is that sharing can be part of your product, like Typeform which goal is to be shared to collect responses. That surely help to develop your own viral coefficient.
  4. Impression: finally, when using the product, there are some tricks to leave your name around. Like the Intercom tool design that, even when customized is recognizable. Or Kickstarter, which you may use in 3-5 years when you suddenly get this idea of a new product to be backed up. At Typeform, their easily identifiable's user interaction and bottom logo play this role.

Once this loop is completed by one user, the new acquired customers fuel the viral loop themselves.

GIST planning

By Itamar Gilad, Product, Strategy and Growth Consultant, Ex-Google PM

GIST stands for Goals, Ideas, Steps, and Tasks.
It's a product framework imagined by Itamar while he was PM at Google. It mixes Lean Startup and Agile concept to align people from top management to delivery teams.

It aims to avoid the pattern consisting of: the strategy definition, then the roadmap building, then split into project plans, then the (Agile) execution done waterfallishly.

Below are the key elements of GIST planning:
Goal
You define goals using the OKR system for the next quarter. It's easy to adapt on the go, and is easily defined between stakeholders. And it's transferable/visible to anyone in the organization.

Idea
Below the "Goal" timeline, you then have to fill your tank with ideas to accomplish this objective. The more you fill the tank the better, knowing that only 1/3 of ideas are good at supporting objectives. Afterwards, you evaluate your ideas against a prioritization-by-evidence mechanism, like the ICE one (standing for Impact, Confidence, and Ease) popularized by Sean Ellis.

Step
Once you found your next idea to validate, you go into a 10 weeks block of experiments as with the Lean Startup methodology.

Tasks
Each experiment above can be seen as a Scrum sprint or can be detailed using Kanban. You can use whatever tool you're used to working with for this.

As you can see, compared to waterfall then Agile iterations, you get the whole system to iterate as a whole.
That's somehow how we operate at Liip, but a lot less formally. I will apply it on a small scale project to see how it works, and experiment with the pros and cons.

For a mental model's addict as I am, it was quite of an interesting session.

If you wanna learn more about GIST, I recommend you this reading.

GIST planning overview
GIST planning overview

The anatomy of influence power

By Stephanie Judd and Kara Davidson (both founders of Wolf and Heron)

The definition of influence is to "change how people think and act".
After this first sentence from Stephanie, my first reaction was "No thanks, I don't wanna become one of these manipulative people."
My second reaction was: "Well, I influence my kids every day for educational purpose. I also influence my clients to show them how Lean Startup, Agile, and self-organization principles are great. So it may not be that bad to learn more about this topic."

Stephanie and Kara then explained that infuence is made of two things: power (given to you, and situation agnostic), and pathway (which is situation specific, depending on which path you choose). They focused the rest of their talk on the power part, as it's situation-agnostic, so applicable to the biggest number of people in the room.

Power has 9 main sources:

  1. Expertise: what you know and can do
  2. Title: formal role and authority, as proxy of our influence
  3. Likeability: the first impression that other people have about you (posture, physical looking, sense of humor)
  4. Familiarity: your history and closeness with a specific person, gained through shared experiences
  5. Network: some tips are to focus on diversity, doing small favors to pay forward without expecting rewards
  6. Communication: be precise, be focused on the conversation (no smartphone on the table when talking to people)
  7. Reputation: what people say when you're not here. The best way to score point is honesty. With everybody.
  8. Resources: aggregate, organize, and redistribute it in your own way to add value to it (what I try to do with this blogpost, commenting and challenging ideas that I learnt)
  9. Grit: the desire and courage to act. It's an accelerant for all points above. Everyone has it. It's a muscle. The more you train it, the more you get good at it. Make sure you know your why first, then act on it. Relentlessly.

That's for another mental model of what power sources I can activate to better influence people.
As with any power sources, it's better and stronger when it's balanced. By the way, their company Wolf and Heron provides a "Personal Influence Diagnostic" on their website if you're interested to develop this part of yourself.

Ah, and don't forget, if you change how people think and act for bad reasons (including selfish ones): that's manipulation. You don't wanna do that.

Wolf and Heron's Personal Influence Diagnostic
Wolf and Heron's Personal Influence Diagnostic

Building for the next billion users

By Minal Mehta (Head of Product at YouTube, Emerging Markets)

The famous NBU as they now call it. The Next Billion Users. To be frank, I feared to only hear the message "We at Google will change every single part of the world". I was surprised by Minal's honesty when during the Q/A someone asked why big companies didn't ally to have a bigger impact. Her answer: "NBU is a market, and we're doing business there, not non-profit."

Moreover, what she shared was down-to-earth and aligned with my beliefs.
Before listing my takeaways, I will put below my notes about this big market that is India which is important to know for global corporates as this market rises strongly.

  • People in India are way more social than we are. So much that they share their own phones.
  • Data usage becomes more and more cheap, connecting a lot more people to the Internet.
  • Feature phones (think Nokia 3310 but with a decent web browser) are kings due to their price. That's one of the reason behind the launch of Android Go. Thus you need to think interfaces and interactions differently if you target this market.
  • As Mina confirmed with her research on the ground, Indian people are consuming content for the same matters as the rest of the world: messaging, getting info, and entertainment. And they expect to be treated as well regarding UX as Western mobile users.

Again, if you build a local product for Swiss people, that may not be interesting. On the other hand, if your digital product is useful worldwide, then you better start to plan your future holidays where one additional billion users will get access more and more to your tools. Nothing breaking new, but worth the reminder.

What resonated the most with me in this talk are the five lessons that Mina learnt on how to build great teams, and stay connected with them. This to overcome the project problems the best way possible.

Lesson #1: find people who believe in the product you're building. Additionaly, make sure they're comfortable with ambiguity, that they can manage their energy, and that they want to draft with their teammates

Lesson #2: rally your team around the user and the specific needs you're solving. This specific point is critical to me, and it proved to be a game changer every time I applied it, by asking our client to give us a tour of his company and activities, physically, before starting the project and with the entire Liip team.

Lesson #3: create a culture of psychological safety. Leave room for failure, without stress, and most importantly for being one-self. I could write hours about the impact of such culture as it makes us thrive both socially and economically at Liip.

Lesson #4: leave the building to connect with your team. We like to do project retrospectives at a coffee (which happens to be a bar too:)) near our Lausanne office. The place and its atmosphere impacts a lot the outcomes, positively. I recommend you to try it out.

Lesson #5: always celebrate your wins. Always. One simple way of how I organize it is by putting myself a calendar reminder 1 month before the planned launch to schedule a "Celebration lunch". That helps everyone to see the golive positively, not stressful. Obviously, you need to celebrate smaller wins along the way too.

Next Billion Users market overview by Minal Mehta
Next Billion Users market overview by Minal Mehta

Conclusion

That's it for my notes from day 1 at the Product Management Festival 2018.

To summarize, here are my key learnings:

  1. Monetization is a tough topic, even more if you wanna do it with an "added value" mindset.
  2. I'm grateful to work in one of the few Swiss companies that is self-organized, and offers the startup spirit (i.e. small teams, fast decision-making, almost no politics, and a safe-to-fail environment), all while having all advantages of a 180-employees company. The best of both world.
  3. The viral loop and coefficient are concepts that should be grasped by any Product Manager/Owner as they can tremendously help your product to be spread to your audience, and ensure a sustainable growth.
  4. GIST planning is a useful framework to iterate at all levels from vision, down to the daily operations, vs. only at the daily operational level.
  5. You can influence your own influence power. If done for the right purpose, it can only help you to have more and better impact on the world. There are 9 areas to introspect and make evolve. Wolf and Heron provides a guide on which ones to focus first for you.
  6. Building a cohesive team is important for when you face roadblockers while crafting a product. It will help to overcome them if you are feeling like one entity, and not separate individuals. There are down-to-earth ways to foster such teams. It requires energy upfront, but the investment is worth it on the long term.

I see you very soon for the summary of day 2!

I also take the opportunity of this first post to thank Liip to be so smart to let each of us choose our own further education path. Takeaways were important for me on both the personal and professional levels.

Were you at the PMF 2018? Do you agree with my comments? Any other insights I missed?

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Die Geheimnisse hinter der Lancierung der neuen App Compex Coach https://www.liip.ch/de/blog/secrets-behind-the-launch-of-the-new-compex-coach-mobile-app https://www.liip.ch/de/blog/secrets-behind-the-launch-of-the-new-compex-coach-mobile-app Fri, 16 Nov 2018 00:00:00 +0100 Letzten Juni begannen wir zusammen mit Compex (die Marke ist Teil der Gruppe DJO Global) mit der Entwicklung einer zweiten App. Compex ist führend im Bereich der Muskelstimulation im Sport, sowohl für die Leistungsverbesserung als auch für die muskuläre Erholung. Das Ziel der App war, den Benutzern eines Geräts von Compex beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen (Leistung, Erholung, Schmerzbehandlung usw.), da diese Funktionen in der physischen Hardware nicht vorhanden sind.

Für eine längere Lebensdauer von Hardware-Geräten

Wir von Liip arbeiten gerne mit Produkten, die Langlebig sind und nicht für den ständigen Weiterkonsum. Uns ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Compex hat uns mit seiner App-Vision überzeugt. Das Unternehmen benötigte eine App, um die Lebensdauer von Geräten zu verlängern. Indem der schnelllebige Teil – d. h. die Software – ins Smartphone anstatt ins Gerät integriert wird, kann das Benutzererlebnis ständig weiterentwickelt und die Lebensdauer des Geräts (das im Sportmarkt für seine hohe Qualität bekannt ist) verlängert werden. Viele Benutzer sind immer noch sehr zufrieden mit ihren Compex-Geräten aus dem Jahr 2014. Und Compex unterstützt diese. Das finden wir toll.

Compex Coach app listing the products of Compex

Wahl deines Geräts aus dem Sortiment von Compex

Mehrwert für die Benutzer

Als Matteo Morbatti, International Product Director bei DJO/Compex, die Bedienungsanleitungen für Compex-Geräte durch eine App ersetzen lassen wollte, waren wir etwas skeptisch. Wir wollten nicht einfach eine App veröffentlichen, weil das zum guten Ton gehört.
Er führte seine Erklärungen über dieses Bedürfnis seiner Kunden aus. Er wollte mehr als einfach nur ein PDF in eine App umwandeln. Die Antwort auf die Frage “Was mach ich nun, nachdem ich das Gerät gekauft habe?” hat uns zur Lösung geführt. Eine App, mit der wir den Benutzer ab dem Tag, an dem er sein Produkt auspackt, begleiten.
So wurde die Struktur des digitalen Tools entwickelt. Das Tool will wissen: “Was ist dein Ziel?”, und nutzt die wichtigen Informationen der Bedienungsanleitung, nachdem die Ziele für die Körperzone, die der Benutzer stärken oder weiterentwickeln will, festgelegt wurden. “Die richtige Aktivität zur richtigen Zeit”, wie wir es im mobilen Bereich gerne beschreiben.
So erhalten die Menschen einen echten Mehrwert.

Features of the Compex Coach app

Die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt

"Compex hatte ein Bedürfnis dieser Benutzer identifiziert und entschieden, darauf mit der Entwicklung einer App zu reagieren, woraus Compex Coach entstanden ist. Für dieses Projekt wendete sich Compex an Liip und machte dabei alles richtig. Ich selber habe einen aktiven Teil bei der Entwicklung dieses Projekts übernommen und kann dir versichern, dass die Zusammenarbeit während des gesamten Projekts produktiv und motivierend war. Das Projektteam von Liip ist sehr professionell und hat diese App frist- und kostengerecht geliefert." Matteo Morbatti, International Product Director bei DJO Global/Compex

Marketing richtig gemacht

Compex muss natürlich auch Geschäfte tätigen. Kunden in regelmässige Benutzer verwandeln. Eines der Geschäftsziele war, die E-Mail-Adressen der Benutzer zu sammeln, um diesen wertvolle Informationen über die bestmögliche Nutzung ihres Produkts zu geben.
Anstatt die Benutzer dazu zu zwingen, ihre E-Mail-Adresse anzugeben, um die App benutzen zu können, ist Compex einen Schritt weitergegangen. Damit alle was davon haben, bietet Compex eine Garantieverlängerung um ein Jahr an. Zusätzlich gibt es ein Rabatt auf Verbrauchsartikel, die man als regelmässiger Compex-Benutzer braucht.
Für uns von Liip war es am allerwichtigsten, dass es sich bei diesen beiden Anreizmassnahmen um Optionen handelt. Wenn der Benutzer die Bedingungen ablehnt, kann er trotzdem die App weiterhin gratis verwenden. Und wer die Bedingungen akzeptiert, erhält etwas dafür. Wir überlassen die Wahl schlussendlich dem User.

Reviews from the Play Store with a 4.5 rating

Rating von Google Play Store, wenn man den Benutzern echten Mehrwert bietet

Nächste Schritte

Eine unserer Kernphilosophien ist: “Klein anfangen und weiterentwickeln.” Matteo Morbatti und das Compex-Team haben dieselbe Denkweise. Dadurch konnten wir das neue Produkt in weniger als drei Monaten lancieren. Ja, wir hätten die Cloud-Verbindung (zum Online-Speichern deiner Ziele) aufbauen oder immer aktualisierte Benutzerhandbuchanweisungen bereitstellen können. Stattdessen haben wir uns für die funktionierende Minimallösung entschieden und diese lanciert. Dadurch können wir von den Usern so schnell wie möglich lernen. Und ihre Rückmeldungen beim nächsten Release berücksichtigen, wenn wir den Cloud-Teil der Lösung gestalten.
Ein Beweis, dass dies der richtige Weg ist, um Produkte zu entwickeln, sind die Kundenbewertungen von Compex (4,2/5 im AppStore von Apple und 4,5/5 im Google Play Store). Nur für eine funktionierende Minimallösung. Wir können es kaum erwarten, den Benutzern mit all den coolen neuen Funktionen noch mehr Freude zu bereiten!

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