Diversity bei Liip

  • Kathrin WĂŒrmli

DiversitÀt ist bei Liip nicht nur eine leere Floskel. Wir als Digitalagentur setzen sowohl im Rekrutierungsprozess als auch im Alltag auf Verschiedenartigkeit, Unterschiede und GegensÀtze.

Wir geben so Meinungen und kreativen AnsÀtzen möglichst viel Raum. Dieser Ansatz hilft uns, in der tÀglichen Arbeit neue Denkweisen zu fördern und innovative Lösungen zu finden. Die drei Liiper:innen Vivi, Diana und Rae geben Einblicke, wie sie DiversitÀt bei Liip erleben.

Vivi:

“Mein Name ist Vivi und ich arbeite seit einigen Monaten als Product Ownerin bei Liip. Wenn ich ehrlich bin, sah es beim ersten Kennenlerntermin des Teams im Rahmen des VorstellungsgesprĂ€chs nicht sonderlich nach DiversitĂ€t aus: 5 mĂ€nnliche Kollegen (und ich). Umso mehr habe ich mich gefreut nach meinem Start bei Liip festzustellen, in diesem technischen Umfeld gleich zwei starke Frauen als Kolleginnen im Team zu haben: Diana als erfahrene Designerin mit dem Fokus auf User Experience und Tereza als starke UnterstĂŒtzung im Frontend-Development.

Es war und ist fĂŒr mich nichts Ungewöhnliches, als Frau im technischen Arbeitsumfeld einer vertretenen Minderheit anzugehören. Was bei Liip aber von Anfang an anders war, war das GefĂŒhl, genauso akzeptiert zu sein, wie meine mĂ€nnlichen Teamkollegen. Ich hatte nicht das GefĂŒhl mich aufgrund meines Geschlechts besonders beweisen zu mĂŒssen oder dass mich jemand aufgrund meines Geschlechts automatisch fĂŒr weniger kompetent hĂ€lt. Das heisst nicht, dass immer alles reibungslos verlĂ€uft.

Ich habe in meiner zweiten Woche bei Liip mit meinen ganzen Ideen und einigen Impulsen zur Optimierung der Produktentwicklung das Team erst mal kurz aufgeschreckt. Der Unterschied bei Liip ist, dass ich keine Angst haben muss, dass diese Ideen prinzipiell schon nicht gehört werden, weil ich eine Frau bin. Und das ist sehr viel wert. Ich fĂŒhl mich wohl bei Liip. So wie ich bin.”

Diana:

“Ich heisse Diana und bin eine Liiperin. Als ich mich als UX-Designerin bewarb, hatte ich Angst davor, fĂŒr die Stelle nicht in Betracht gezogen zu werden. Wegen einer einzigen Zahl im Lebenslauf. Meinem Jahrgang. Altersdiskriminierung ist in der Schweiz kaum ein Thema. Doch sie ist weitverbreitet und beginnt schon frĂŒh.

Es passierte das erste Mal, als ich die 40-Jahre-Marke ĂŒberschritt. Ich sammelte Absagen, weil es Personen gab, die besser zum jungen, dynamischen Team passten. Fortan war mein Alter ein Problem. Ich wurde automatisch aussortiert. Ein paar Sekunden und die Absage verkĂŒndete, dass sich Personen gemeldet hĂ€tten, die besser ins Raster passten. Ich habe mich nicht mehr bei Unternehmen beworben, deren Rekrutierung auf automatischen Filtern beruht. Die Angst blieb. Darum habe ich meine Dossiers so zusammengestellt, dass der erste Eindruck so positiv war, dass mein Alter nicht mehr ins Gewicht fiel. Das klappte. Auch bei Liip.

Unterdessen weiss ich, dass bei Liip das Alter tatsĂ€chlich keine Rolle spielt. Mit mir zusammen wurde eine weitere Person in meinem Alter angestellt. Schön zu wissen, dass unsere Einstellung, Erfahrung, unsere Persönlichkeit zĂ€hlen und das Überschreiten der 50-Jahre-Marke keinen Einfluss auf die Anstellung als Liiper:in hat.”

Rae:

“Ich heisse Rae und bin seit fast acht Jahren als Software Developer:in bei Liip tĂ€tig. Zugegeben, als nicht-mĂ€nnliche Person und mit wenig Erfahrung in der Technologiebranche war ich wĂ€hrend des Rekrutierungsprozesses schon etwas nervös. Noch aufgeregter war ich dann ein Jahr spĂ€ter, als ich meinem Team mitteilte, dass ich non-binĂ€r (weder dem mĂ€nnlichen noch dem weiblich Geschlecht zugehörig) bin. Ich konnte damals nicht wissen, was mein Coming-out und die Aufforderung, in Bezug auf meine Person kĂŒnftig das Pronomen they/them bzw. xier/sier zu verwenden, fĂŒr Reaktionen hervorrufen wĂŒrden.

Mein Team zeigte sich erfreulicherweise sehr verstĂ€ndnisvoll und unterstĂŒtzend. Es bedeutet mir sehr viel, wenn Liiper:innen einander auf meine korrekten Pronomen hinweisen, oder wenn man mich, wo das Thema Gender (z.B. DiversitĂ€tsstatistiken) aufkommt, fragt, wie ich mich inkludiert sehen möchte.

Auch im BĂŒro gab es kleine Adaptionen, um mir meinen Alltag etwas angenehmer zu gestalten. So wurden die typischen Damen- und Herrenpiktogramme an den ToilettentĂŒren angepasst. Neu sieht man die Ausstattung in den Toiletten und nicht mehr das Geschlecht.

Wichtiger als all das ist allerdings die Tatsache, dass mich meine Arbeitskolleg:innen, als Developer:in schĂ€tzen und meine professionelle Meinung respektieren. Meine GeschlechtsidentitĂ€t wird an meinem Arbeitsplatz anerkannt und nicht als KuriositĂ€t gesehen, sondern einfach als Teil meiner IdentitĂ€t, welchen ich nicht verstecken muss. Nicht anders als, dass ich aus England komme oder gerne lese.”


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