Agilität und ihre Stärken in einem unsicheren Kontext – Interview mit Mathieu Nidegger, COO von Cube Operating Concept

  • Thomas Botton

AgilitĂ€t und eine enge Zusammenarbeit ermöglichten die EinfĂŒhrung eines neuen Telefonanbieters in der Schweiz, dessen Angebot ist eine enorme Herausforderungen im Backend und zu 100 % digital.

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Mathieu Nidegger, kannst du uns als Chief Operating Officer (COO) bei Cube die digitale Situation dieses neuen Schweizer Betreibers Ende November 2018, also vor dem Kontakt mit Liip, beschreiben?

Es war rein gar nichts gemacht. Wir hatten gerade die Partnervereinbarung mit einem Mobilfunkbetreiber unterzeichnet, der hinter Cube steht. Unsere digitale Situation war im November 2018 noch nicht existent. Daher mussten wir einen digitalen Partner finden, der ĂŒber die KapazitĂ€ten und FĂ€higkeiten verfĂŒgt, unsere verschiedenen Ziele – Website, E-Commerce-Plattform und mobile App – umzusetzen.

Ende Dezember 2018 hast du dich dazu entschieden, mit Liip Kontakt aufzunehmen. Was war der Auslöser? Mit welchen Schwierigkeiten warst du konfrontiert?

Schon zu Beginn des Cube-Projekts war uns klar, dass wir einen seriösen, kompetenten und auch wertschöpfenden Partner finden mussten. Als Newcomer in der Welt der Telefonie mussten wir ein innovatives Erlebnis bieten, das sich von dem der traditionellen Player abhebt. In unserem GeschÀftsmodell steht die Digitalisierung im Zentrum, was die Partnerschaft mit Liip besonders strategisch macht.

FĂŒr uns bestand die grösste Herausforderung darin, aus der Gruppe digitaler Anbieter den richtigen Partner auszuwĂ€hlen. Ausschlaggebend fĂŒr unsere Entscheidung waren: das Netzwerk (Liip wurde mir von meinem Netzwerk), das Image, die PrĂ€senz in der Deutschschweiz und die NĂ€he zu den Kund*innen.

«FĂŒr Liip haben wir uns letztendlich aufgrund des hervorragenden Rufes des Unternehmens entschieden, den unser persönliches Netzwerk bestĂ€tigt hat.» – Mathieu Nidegger, COO Cube

Wie liefen die ersten Monate des Projekts von Cube und Liip?

Die ersten Workshops fanden Ende 2018, Anfang 2019 statt. Das Team von Liip hat dabei hervorragende Arbeit geleistet. Wir kamen mit einem Projekt an, das ĂŒberhaupt erst mal eine Struktur brauchte. Gemeinsam haben wir den Umfang des Projekts definiert. Um die BedĂŒrfnisse der Kund*innen besser zu erfassen, wurden GesprĂ€che mit Nutzer*innen gefĂŒhrt. Dadurch konnten wir auch unser GeschĂ€ftsmodell mit Daten aus der Praxis verfeinern.

Wir haben schnell mit der Entwicklung der mobilen App begonnen. Und an diesem Punkt traten grosse Herausforderungen in Bezug auf unsere IT-Infrastruktur auf.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir schnell gemerkt, dass die mobile App nur die Spitze des Eisbergs war. Und dass es in der IT einige Baustellen gab, die wir in Angriff nehmen mussten. Wie hast du diese HĂŒrden erlebt? Kannst du uns von diesen besonders schwierigen Monaten erzĂ€hlen?

Zu den technischen Problemen kam es, weil Cube es versÀumte, IT-Experten zu rekrutieren. Das intensivierte unsere Zusammenarbeit mit Liip noch weiter.

Da es zu dieser Zeit keine internen Spezialist*innen fĂŒr die Infrastruktur gab, hatten wir diesen Teil der Entwicklung deutlich unterschĂ€tzt. Also mussten wir all unsere digitalen Tools gleichzeitig entwickeln; die Website (Liip) und die mobile App (Liip) sowie das ERP (ĂŒber camptocamp) und die verschiedenen Bindeglieder zwischen diesen Plattformen.

Diese Hindernisse haben uns eine Reihe von Unannehmlichkeiten eingebracht, sowohl zeitlich als auch finanziell. Aber Liip hat uns in dieser schwierigen Phase begleitet und zeitweise die Rolle des Projektmanagers ĂŒbernommen, um die Entwicklungen mit Camptocamp zu koordinieren.

«Wir haben wirklich gespĂŒrt, dass das Team von Liip so agiert hat, als wĂ€re Cube sein eigenes Unternehmen. Ganz gleich, ob es um dynamisches Projektmanagement, operative UnterstĂŒtzung oder auch finanzielle FlexibilitĂ€t ging.» – Mathieu Nidegger, COO Cube

Welches konkrete Beispiel aus dem Projekt zeigt deiner Meinung nach die AgilitÀt von Liip am besten?

Als es notwendig war, auf einer Just-in-time-Basis zu entwickeln. Dabei hat Liip die Entwicklung der Frontend- und Backend-Tools in Zusammenarbeit mit Camptocamp koordiniert.

Wenn du heute rĂŒckblickend auf deinen Weg schaust (das Projekt ist live!), was nimmst du mit? Und was wĂŒrdest du heute anders machen, wenn du noch mal von vorne anfangen mĂŒsstest?

Wenn ich alles noch einmal machen mĂŒsste, wĂŒrde ich sicherstellen, dass ich eine interne Ressource habe, die sich voll und ganz der Umsetzung des Projekts widmet. Dies hĂ€tte uns auch eine umfassendere Qualifizierung unserer Anforderungen zu Beginn des Projekts ermöglicht.

Die Zusammenarbeit mit Liip verlief sehr gut; die geleistete Arbeit ist von hervorragender QualitĂ€t. So kamen wir schneller voran, als wenn wir erst einen CTO hĂ€tten rekrutieren mĂŒssen. Allerdings hat sich das zwangslĂ€ufig auf die Investition ausgewirkt.

Mit Liip wurden unsere Ideen natĂŒrlich anspruchsvoller, was Ă€usserst positiv ist.

Kurz und knapp – wie wĂŒrdest du die Zusammenarbeit mit Liip in drei Worten beschreiben?

Effizient, transparent und professionell. Und nicht zu vergessen: angenehm!


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