Schnell und einfach ans Ziel kommen, ohne die Adresse zu kennen

  • Thomas Botton

Jedes einzelne Feature von „Guide Me Yodli“ sowie die App als Ganzes zielen darauf ab, folgende Frage sinnvoll zu beantworten: Wie komme ich rechtzeitig an den richtigen Ort, ohne die Adresse zu kennen?

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Die App weist den Benutzer*innen anhand in Echtzeit ĂŒbermittelter benutzerdefinierter Benachrichtigungen den Weg bis zum Zielort. „Guide Me Yodli“, benannt nach dem Maskottchen der Olympischen Jugendspiele, wurde wĂ€hrend der Spiele 2020 in Lausanne in der Praxis getestet. Dank einer auf die User Experience ausgerichteten Struktur findet man die verschiedenen Austragungsorte der Olympischen Jugendspiele (insgesamt acht, darunter einer in Frankreich) sowie andere interessante Ausflugsziele ganz leicht, auch ohne deren Adresse zu kennen.

Aber warum eine App, die es bereits gibt, neu erfinden?

Die Olympischen Jugendspiele dauerten zwei Wochen. Google aktualisiert seine „Points of Interest“ (POI) fĂŒr einen so kurzen Zeitraum beispielsweise nicht. Und die im Rahmen der Olympischen Jugendspiele geschaffenen POI befinden sich nicht an den gewohnten Haltestellen.
Aufgrund der drei folgenden Herausforderungen erforderte die Entwicklung der App kreative technische Lösungen:

  • der multimodale Verkehr, also die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus und Bahn auf ein und derselben Strecke,
  • die Verbindung öffentlicher und privater Verkehrsmittel fĂŒr Athlet*innen und Offizielle
  • die Berechnung der CO2-Bilanz.

Die App bietet nÀmlich die Möglichkeit, die Route auf Basis des CO2-Fussabdrucks auszuwÀhlen. Die Technologie von RouteRANK macht diese Berechnung möglich.

Ein mutiger Ansatz, der durch aussergewöhnliche Leistung belohnt wird

Dank „Guide Me Yodli“ nutzten mehr als 80 % der Athlet*innen ausschliesslich öffentliche Verkehrsmittel, um vom Olympischen Dorf zu den Austragungsorten zu gelangen. Eine Premiere in der Geschichte der Olympischen Spiele!
Obwohl die App von Grund auf neu entwickelt wurde, gab es keine Startschwierigkeiten. 96,2 % der Nutzer*innen hatten keinen Absturz wĂ€hrend der Nutzung der App. Und dies trotz ĂŒber 78’000 Routenabfragen und ĂŒber 10’000 Navigationsbenachrichtigungen innerhalb von zehn Tagen.

Und jetzt?

Kurz gesagt: wir haben die App – die auf Englisch und Französisch verfĂŒgbar ist – so konzipiert, dass sie sich den Benutzer*innen anpasst, und haben sie insbesondere in Hinblick auf die BedĂŒrfnisse der Athlet*innen und Besucher*innen optimiert. Dieser auf dem Benutzerprofil basierende Ansatz ist auf alle grossen Sportveranstaltungen – und auch Kulturevents – anwendbar, dies im Gegensatz zu Konzepten, die sich auf die Umgebung des Standorts oder die Verkehrseinrichtungen konzentrieren. Eine Erweiterung fĂŒr andere Spiele ist daher möglich.


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