Eintauchen in digitalisierte Kunstwerke des Kunstmuseums Basel

  • Jonathan Noack

Die Kunstwerke des Kunstmuseums Basel können in brillanter Auflösung ĂŒber die Website entdeckt werden. Dies ist möglich dank des neuen IIIF-Viewers, den Liip fĂŒr das Kunstmuseum umgesetzt hat.

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Die Sammlung des Kunstmuseums Basel gehört zu den wertvollsten der Schweiz und ist weltweit bekannt. Neuerdings können Werkabbildungen in sehr hoher Auflösung direkt ĂŒber die Webseite betrachtet werden. Der Open-Source Standard IIIF ermöglicht es Nutzer:innen, tief in die Bilder einzutauchen, Ă€hnlich wie man dies von Karten im Internet kennt.

IIIF-Viewer mit zusÀtzlichen Informationen

Bei IIIF wird die Anzeige der Bilder optimiert, damit das Bild schnell angezeigt werden kann. So werden möglichst wenige Daten ĂŒbermittelt. Statt dass das Bild in seiner kompletten Auflösung geladen wird, wird zuerst eine Übersicht ĂŒbertragen, Ă€hnlich wie man dies bei Karten-Applikationen wie Google Maps bzw. Google Earth gewohnt ist. Sobald die Nutzer:in das Bild vergrössert, werden die jeweiligen Ausschnitte des Bildes in hoher QualitĂ€t nachgeladen. Dies ermöglicht eine dynamische und responsive Darstellung und ein Eintauchen in die Details der Bilder.

Bestehende Dienste genutzt und Informationen zusammengefĂŒgt

Das Kunstmuseum Basel verwaltet seine Sammlung mit dem System MuseumPlus. Die Bilder zu den Kunstwerken sind in Picturepark gespeichert und werden ĂŒber ein CDN ausgeliefert. Der neu entwickelte Dienst, basierend auf Microservices, fĂŒgt diese unterschiedlichen Datenquellen zusammen. Auf den jeweiligen Seiten der Bilder werden nebst dem IIIF-Viewer auch weiterfĂŒhrende Informationen zu den Bildern angezeigt. Zudem wird die Datei 'Manifest.json' zum Download angeboten, damit zum Beispiel Kunsthistoriker:innen ihre eigenen Tools fĂŒr die Anzeige der Bilder nutzen können.

Einfache Handhabung in unterschiedlichen Kontexten

Der neue Viewer kann in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden. Zum Beispiel wird er vom Kunstmuseum Basel fĂŒr einen virtuellen Rundgang genutzt, welcher auf der Website des Museums angeboten wird.

Über ZusĂ€tze, die der URL angefĂŒgt werden, können zusĂ€tzlich auf einfache Art und Weise gewisse Parameter gesteuert werden: zum Beispiel das Ausblenden des Sprachwechsels oder das Ausklappen des Info-Panels fĂŒr Informationen zu den Werken.

Agiles Vorgehen mit den Nutzer:innen im Mittelpunkt

Die Umsetzung des Projektes geschah in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel und den involvierten Partner:innen. Das Projekt startete mit einem einfachen MVP, also einer einfachen Seite, die die Bilder anzeigen kann, jedoch nicht viel mehr. Als nĂ€chster Schritt wurde das Info-Panel mit den Informationen hinzugefĂŒgt und optimiert. Im dritten Schritt folgte die Möglichkeit, die Sprache zu wechseln und ĂŒber die URL gewisse Parameter des Viewers zu steuern. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum konnte in kurzer Zeit ein schlanker, aber umso praktischerer IIIF-Viewer mit einem hohen Wert entwickelt werden.


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