Digital brand experience

  • Laura Helfer

Ja, du hast richtig gelesen: „digitale Brand Experience“ – nicht User Experience. Weil Branding auch massgeblich mitbestimmt, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung erlebt wird. Die User Experience ist relevant fĂŒr ein ganzheitliches Erlebnis und Brand Experience ist Teil davon.

Mehr zu den Services User Experience die wir dir als Digital Agentur bieten.

In meinem letzten Blogpost habe ich ĂŒber den Nutzen des Digital Branding im Businessbereich geschrieben. Diesmal möchte ich darĂŒber schreiben, wie dadurch Innovation gefördert wird. Wenn du also User Experience Designer, Marketeer, Brand Designer bist oder wenn du mehr ĂŒber Digital Branding erfahren möchtest, ist dieser Beitrag sicher interessant fĂŒr dich.

Das sind die Themen, die ich mit dir teilen will:
1. Was verstehen wir unter Digital Branding?
2. Weshalb und wie haben wir Digital Branding bei Liip eingefĂŒhrt?
3. Unsere Tipps zum Umgang mit der digitalen Brand Experience

Was verstehen wir unter Digital Branding?

Digital branding ist ein „buzz word”, von dem du vielleicht auch schon gehört oder das du vielleicht sogar schon selbst verwendet hast. Wie bei vielen anderen solchen Begriffen versteht jeder Mensch etwas anderes darunter. Bei uns hat Digital Branding die folgende Bedeutung:

Beim Digital Branding wird eine Marke an die Verwendung im digitalen Bereich angepasst oder sie wird von Grund auf neu geschaffen und auf die digitalen Erfordernisse ausgerichtet. Dieser Prozess umfasst Strategie visuelle und inhaltliche IdentitÀt.

Wie bitte? Nerds kĂŒmmern sich ums Branding?

Ja, so ist es. Nerds haben auch GefĂŒhle – und auch wenn es zunĂ€chst merkwĂŒrdig erscheint, es gibt eine ErklĂ€rung dafĂŒr: In den vergangenen Jahren wurde das Branding, wie alles andere, vor allem digital „konsumiert”. Allerdings ist das Branding hĂ€ufig nicht auf digitale Zwecke ausgerichtet, weil sich oft Marketingabteilungen oder printbasierte Agenturen darum kĂŒmmern, die weniger Erfahrung im digitalen Bereich haben als Webagenturen.

GlĂŒcklicherweise haben einige von ihnen die Notwendigkeit erkannt, ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern. Deshalb haben sie begonnen, Entwickler*innen einzustellen oder mit Webagenturen zusammenzuarbeiten. Ich glaube allerdings, dass das allein nicht ausreicht, da sie Entwickler oft nur dafĂŒr einstellen, um „ihre Ideen zu programmieren”. Ich bin der Meinung, dass man fĂŒr den Aufbau einer von Grund auf digitalen Marke Entwickler*innen und Digitalexpert*innen in den Markenbildungsprozess einbeziehen muss. Deshalb glaube ich, dass es ein enormes Potenzial hat, wenn Webagenturen bei der Markenbildung mitarbeiten.

Liip ist durch und durch digital. Wir stehen fĂŒr digital progress und glauben, dass sich Branding digital weiterentwickeln sollte. Das ist uns bewusst geworden, da wir festgestellt haben, dass viele der Firmen, die uns fĂŒr die Entwicklung einer digitalen Lösung engagieren, kaum Digital-Branding-Richtlinien haben. Das stellte oft ein Hindernis dar, das es durch die Anpassung der nicht auf digitale Zwecke ausgerichteten Markenelemente zu ĂŒberwinden galt. Hier ein Beispiel: Firmenlogos, die aus winzigen, unleserlichen Wörtern bestehen, nicht erhĂ€ltliche Farben oder Schriftarten, die nicht mit allen Browsern kompatibel sind.

Wir haben in unserem UX-Team Markenexperten, was uns ermöglicht hat, ein Mindestmass der erforderlichen Arbeit im Bereich Markenbildung selbst zu erledigen. Bis jetzt hat das Verbinden von Branding- mit anderen UX-AktivitÀten ziemlich gut funktioniert. Dies, weil wir dadurch besser explorativ arbeiten können. Unser Ziel ist es, Lösungen zu schaffen, die den funktionalen (Usability Experience) und den emotionalen (Brand Experience) Aspekt der User Experience verbinden.

Vier Tipps zum Umgang mit der digitalen Brand experience

1. Sei empathisch – versetz dich in die Situation deiner User

  • Vermeide „zielgruppen-orientiertes Denken” – es soll ja kein einseitiger Kommunikationsfluss entstehen. Verwende den Begriff „User” – er impliziert eine Interaktion zwischen Marke und Kund*innen. Ausserdem werden die Menschen durch diesen Begriff weniger kategorisiert.
  • BerĂŒcksichtige „Grautöne” und schaffe so ein integratives Konzept.
  • FĂŒhle dich in die unterschiedlichen „Denkmodelle” der „User” ein und sei dir darĂŒber im Klaren, was sie beeinflusst.
  • Teste das ursprĂŒngliche Moodboard mit den „Usern” und lass sie mit fĂŒnf Keywords beschreiben, was sie darin sehen. ÜberprĂŒfe, ob die Ergebnisse mit den Markenwerten ĂŒbereinstimmen.
  • Teste deine Designs wĂ€hrend des gesamten Branding-Prozesses weiter.
  • Verwende die Persona-Methode, um eine bessere Beziehung zu den Usern herzustellen.

2. Hilf deinen Kunden, eine zeitlose und ehrliche Kernmarkenbotschaften zu definieren

  • Die Kernbotschaft muss zum Ausdruck bringen, wofĂŒr die Marke steht – jetzt und in Zukunft.
  • Es sollte ein kurzer, prĂ€gnanter Satz sein.
  • Es ist kein Slogan, aber wenn der Satz passt, kann er auch zu diesem Zweck verwendet werden.
  • Versuche nicht, den „Usern“ zu gefallen, wenn du die Botschaft definierst. Die Person/das Team hinter der Marke muss wirklich an diese Botschaft glauben.
  • Die Kernbotschaft sollte durch ein Wertesystem gestĂŒtzt werden.
  • Wenn die Definition dieser Botschaft gelingt, ergibt sich alles andere ganz von selbst.

3. Arbeite mit Digitalexpert*innen zusammen und schaffe einzigartige, interaktive Visuals

  • Setze Technologie ein, um die Markenbotschaft/den Markenzweck zu fördern und einzigartige, interaktive Visuals zu entwerfen. Achte aber darauf, nicht allzu oft auf InteraktivitĂ€t zu setzen, da sonst die Benutzerfreundlichkeit deiner digitalen Lösung beeintrĂ€chtigt wird.
  • Erstelle Visuals, die die Botschaft und Werte deiner Marke widerspiegeln.
  • Im Gegensatz zur Markenbotschaft sollten die Visuals flexibler sein, damit sie im Laufe der Zeit weiterentwickelt werden können.

4. Gib der Marke eine Seele und einen Körper und vergiss nicht, die Geschichte der Marke zu erzÀhlen

  • Storytelling ist eine ErzĂ€hlform, die eine Verbindung zwischen deiner Marke und deinen Kund*innen schafft.
  • Die Geschichte sollte leicht verstĂ€ndlich, emotional und einprĂ€gsam sein, so dass man sich leicht mit ihr identifizieren kann.
  • Wie auch die Markenbotschaft sollte die Geschichte authentisch sein.

Mehr denn je mĂŒssen Firmen heute eine starke digitale PrĂ€senz haben. Daher empfehle ich dir, beim Branding auf einen digitalen Ansatz zu setzen, indem du eng mit Digitalexpert*innen zusammenarbeitest und du sie in den Markenbildungsprozess miteinbeziehst. So trĂ€gst du dazu bei, Marken zu stĂ€rken und „Usern“ eine bessere User Experience zu bescheren. Lasst uns die Marken transformieren!

Kontaktiere uns, wenn du UnterstĂŒtzung brauchst. Wir haben Expert*innen aus verschiedenen Gebieten, die dich entsprechend deinen BedĂŒrfnissen gerne unterstĂŒtzen.


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