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Meetup E-Commerce - Chaos im Warenhaus, Nasty Data und flexible Monolithen

  • Tatjana Nebel

Zum vierten Mal fand das erfolgreiche E-Commerce Meetup in der Liip Arena in Zürich statt. Die Themen gaben Einblick in das Warenhaus von Amazon, das Handling der Produktdaten bei Onedot und warum E-Commerce Projekte mit Monolithen beginnen sollten.

Event Highlights
Die lokale E-Commerce-Community lebt vom regen Austausch miteinander. Um diesen zu unterstützen haben wir Mitte Oktober zu einem weiteren Meetup eingeladen. Rund 40 E-Händler und Interessierte liessen sich in unserer Liip Arena von drei Branchenexperten inspirieren.

Den Auftakt machte Sebastien Pellet von Amazon. Er führte das Publikum in die Welt der Logistik ein. „Die Stellschrauben für das Wachstum bei Amazon sind Kostenstruktur und Customer Experience“, berichtete er „und an beidem kann man im Warehouse Management arbeiten.“ Neben Details zum Thema Shipping Cost Optimization und „Collating“; also der Frage wann genau eine Kundenbestellung bearbeitet werden sollte, erzählte er auch von der scheinbaren Unordnung in den Lagerhäusern von Amazon. Produkte scheinen wahllos an mehreren Orten in der Lagerhalle platziert. Alles mit der Idee, dass sie dadurch schneller auffindbar sind. So reduzieren sich die Kosten der Auftragsabwicklung und die Zeit, bis der Kunde seine Bestellung erhält.

Als nächstes folgte Onedot-CTO Tobias Widmer, der über Produktdaten sprach. Als „small and nasty“ bezeichnete er Produktdaten - im Gegensatz zum Schlagwort „Big data“ das potenzielle Benzin für den stockenden Retail-Motor.Onedot nutzt ein eigenes Data Model, um die Daten für die Auswertung vorzubereiten. Das Startup verwendet zudem “Machine Learning” auf Basis von User Feedback: „Die perfekte Künstliche Intelligenz gibt es nicht – vielleicht noch nicht – aber wir erzielen Ergebnisse mit 70% Accuracy”, meint er.

Den Abschluss bildete die B2B-Marktübersicht unseres Liipers Lukas Smith. „Jedes E-Commerce Projekt sollte mit einem Monolithen beginnen“, erklärt er und verweist auch auf einen weiterführenden Beitrag von Martin Fowler „die Kunst ist nur einen zu finden, der flexibel genug ist, sich einer Veränderung in den Anforderungen oder im Projektumfang anzupassen. Neben den Vorzügen und Nachteilen der aktuellen Anbieter verriet Lukas auch, welches Produkt er am speziellsten findet: Spryker - das sollten E-Händler definitiv im Auge behalten. Seine Gedanken zu verschiedenen anderen Angeboten auf dem Markt findet man auch in seinem Blogbeitrag.

Wir bedanken uns bei den Speakern, allen Teilnehmern und Silvia von Bello Buono für das tolle italienische Catering.

Links zu den Folien der Vortragenden:
Sebastien Pellet: How does Amazon use its logistic to create a competitive advantage?
Tobias Widmer: Automated product data preparation
Lukas Smith: Headless B2B marketplace?


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