One.Thing.Less
One.Thing.Less ist eine einfache Lösung zur Kontrolle der PrivatsphÀre und zur StÀrkung des digitalen Vertrauens.
James Aschberger (GrĂŒnder und CEO der One.Thing.Less AG) kam mit einem Traum zu Liip: Menschen ĂŒberall auf der Welt sollten die Kontrolle ĂŒber ihre persönlichen Daten zurĂŒckerhalten â durch einfaches Antippen eines Buttons, ohne einen Abschluss in Rechtswissenschaften zu haben oder stundenlang hunderte von Seiten lange Datenschutzrichtlinien durchzulesen!
Der juristische Hintergrund dieses Produkts war enorm komplex, aber James wollte von Liip eine Ein-Klick-Lösung fĂŒr den Endanwender. Die App musste von A bis Z auf einer sicheren Plattform basieren. Sie musste natĂŒrlich selbst DSGVO-konform sein. Und sie sollte fĂ€hig sein, sich schnell rund um den Globus zu verbreiten, damit sie mit einem grossen Knall starten kann.
Das waren die Anforderungen, die sich aus unserem ersten Treffen mit der One.Thing.Less AG im Januar 2018 ergaben.
ZusÀtzlich zu diesen Herausforderungen hatten wir eine feste Deadline: den 25. Mai 2018, den Tag, an dem die europÀische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft trat.
Egal, wie gross ein Unternehmen ist: Wir beginnen bei all unseren Projekten beim Endanwender.
Dabei folgen wir einem gut eingespielten Ablauf gemĂ€ss der «5S-Methode». Dieser beinhaltet fĂŒnf Schritte, die (auf Englisch) alle mit dem Buchstaben S beginnen: Strategy, Scope, Structure, Skeleton und Surface.
Unser Hauptziel besteht darin, uns in den Anwender mit seinen BedĂŒrfnissen hineinzuversetzen und die Unternehmensziele so gut zu verstehen, als hĂ€tten wir die Firma selbst gegrĂŒndet.
Einige typische Workshops, die wir im Rahmen dieses 5S-Prozesses durchfĂŒhren:
«Persona»-Workshop, um tiefere Einblicke in die BedĂŒrfnisse des Anwenders zu erhalten:
«User Story Mapping»-Workshop, um einen Ăberblick ĂŒber die Produkt-Roadmap und die PrioritĂ€ten zu gewinnen:
«Design Studio»-Workshop, in dem wir Designskizzen anfertigen und eine gemeinsame Vision des optimalen Designs entwickeln.
Mithilfe von nativen Technologien (Swift bzw. Kotlin) haben wir sowohl iOS- als auch Android-Apps entwickelt, um eine flĂŒssig laufende BenutzeroberflĂ€che zu erreichen.
Auf der Backoffice- und API-Seite fiel unsere Wahl auf Ruby on Rails, das bevorzugte Web-Framework unseres Teams, um eine hohe ModularitÀt und Entwicklungseffizienz zu gewÀhrleisten.
Das Ganze basiert auf der Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS). Diese Wahl drÀngt sich auf, wenn man einen zuverlÀssigen, skalierbaren, sicheren und DSGVO-konformen Hosting-Partner sucht, der zahlreiche Plug-and-Play-Services bietet.
Da die DSGVO ein heisses politisches Thema ist und Apple strenge (und manchmal undurchschaubare) Richtlinien fĂŒr seinen App Store hat, wollten wir nicht riskieren, ein paar Tage vor der MarkteinfĂŒhrung abgelehnt zu werden und damit das Produkt zu killen, noch bevor es ĂŒberhaupt existierte.
Deshalb setzten wir uns selbst eine noch knappere Deadline: Eine Vorabversion der iOS-App sollte schon einen Monat frĂŒher fertig sein.
Das war ambitioniert.
Aber dank Techniken wie User Story Mapping und MVP konnten wir eine priorisierte Roadmap entwickeln, die sowohl James als auch Apple zufriedenstellte. (Die Vorabversion musste ein voll funktionsfÀhiges Produkt sein.)
Und da wir bei all unseren Projekten mit Scrum arbeiten â One.Thing.Less war da keine Ausnahme â, konnten wir alle zwei Wochen eine funktionierende App-Version produzieren, sie testen und daraus lernen.
Wir haben es tatsĂ€chlich geschafft â einen Monat im Voraus.
Um das Vertrauen in One.Thing.Less zu stĂ€rken und den Menschen zu helfen, die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu kontrollieren, beauftragte James die WirtschaftsprĂŒfer von Ernst & Young mit einem SOC-Audit (Services Organization Controls).
Das Audit wurde parallel zu den laufenden Design- und Entwicklungszyklen durchgefĂŒhrt. Und es war kein Problem: Die zusĂ€tzlichen Meetings gingen reibungslos ĂŒber die BĂŒhne. Warum? Weil das durch Scrum und unsere Liip-Tools bereitgestellte Framework gut strukturiert und transparent ist.
Auch wenn das einen gewissen Mehraufwand mit sich brachte, sehen wir diese Ăbung als BestĂ€tigung, dass wir bei Liip auf einem guten Weg sind, wenn es darum geht, unseren Kunden und Endanwendern qualitativ hochwertige und vertrauenswĂŒrdige Dienstleistungen zu bieten.
Anstatt zu versuchen, euch vom Ergebnis zu ĂŒberzeugen, finden wir es besser, wenn ihr euch ein eigenes Bild macht.

Unten seht ihr die wichtigsten Screenshots des App-Prozesses. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, könnt ihr einfach die App herunterladen.
One.Thing.Less ist fĂŒr Liip ein starkes Referenzprodukt â erstens, weil es gut illustriert, wofĂŒr wir da sind: um digitalen Fortschritt zu ermöglichen. Und zweitens, weil es das perfekte Beispiel dafĂŒr ist, wie wir unser Ziel am besten verkörpern: durch eine vertrauensvolle Partnerschaft mit unseren Kunden.
Wir sind stolz darauf, demonstrieren zu können, dass die DSGVO mehr ist als nur ein weiteres komplexes Gesetz. Ihr könnt es konkret anwenden, um die Kontrolle ĂŒber eure PrivatsphĂ€re zurĂŒckzuerlangen â nur mit dem Antippen einer App.
Nachdem unsere Idee klar war, bestand die gröĂte Herausforderung darin, das richtige UX und Entwicklungs-Team zu finden, um die App zum Leben zu erwecken. Als kleines Start-up muss die Chemie stimmen und die Einstellung des Teams vielfĂ€ltig sein. Nach dem Treffen mit Liip wusste ich, das Team hat die technische Kompetenz, aber vor allem auch die Einstellung und die Entschlossenheit, diese Idee in ein konkretes Produkt umzusetzen.